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TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants dominieren die Partie aus der Ferne

Basketball, 2. Liga : Giants dominieren die Partie aus der Ferne

Zweitliga-Aufsteiger Itzehoe Eagles hält bei den Giants nur eine Hälfte mit. Danach sind die Leverkusener nicht zu stoppen und gewinnt mit 113:88.

Wer nach der vorigen Partie angesichts einer mageren 18-Prozent-Quote Zweifel an der Drei-Punkte-Stärke der Bayer Giants hatte, wurde im ProA-Spiel gegen die Itzehoe Eagles eines Besseren belehrt. Die Leverkusener versenkten 17 von 31 Würfen aus der Distanz, was einer Quote von 55 Prozent entsprach und Grundstein zum letztlich souveränen 113:88-Erfolg gegen den Aufsteiger war.

Die Giants erwischten auch den besseren Start in die Partie. Melvin Jostmann und Spencer Reaves trafen zum 6:0, Letztgenannter legte zügig einen Dreier zum 9:2 nach. Zwar blieben die Leverkusener noch eine Weile in Front, doch einen lockeren Start-Ziel-Sieg wussten die Gäste zu verhindern. Nachdem Quentin Goodin das 17:10 markiert hatte, kam Itzehoe heran und ging zu Beginn des zweiten Viertels erstmals in Front.

Beide Teams punkteten in der Folge gewaltig, und die Gäste, die im bisherigen Saisonverlauf nicht die sichersten Drei-Punkte-Schützen waren, trafen recht ordentlich aus der Distanz. Die Giants jedoch hatten in dieser Kategorie dennoch die Nase vorn. JJ Mann versenkte in der ersten Halbzeit drei weite Schüsse, fünf weitere Leverkusener waren je ein Mal erfolgreich – insgesamt flogen bis zur Pause acht von 17 Dreiern in den Korb.

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Die Giants wirkten stets wie die leicht überlegene Mannschaft, bekamen diesen Vorteil aber kaum auf die Anzeigetafel. Im vorletzten Angriff der ersten Hälfte hatten die Gäste die große Chance, in Führung zu gehen, trafen aber nicht, und Dennis Heinzmann sorgte mit einem erfolgreichen Korbleger für den etwas beruhigenderen 55:51-Pausenstand.

Die Hausherren schafften es auf dem gerade frisch erneuerten Boden in Ostermann-Arena zwar auch nach Wiederbeginn zunächst nicht, der Partie ihren Stempel aufzudrücken, doch dann kam Spencer Reaves: Drei Distanzwürfe innerhalb von 66 Sekunden bedeuteten den 70:61-Vorsprung, dem eine herausragende Phase in der Defensive folgte. Die Gäste hatten nun große Probleme, zu guten Abschlüssen zu kommen. Dazu schraubte JJ Mann sein Konto auf vier gestohlene Bälle herauf. Mit scheinbar einfachem Basketball und einem Buzzer-Beater-Dreier von Ferenc Gille sicherten sich die Leverkusener einen vorentscheidenden 85:68-Vorsprung vor dem letzten Viertel.

Die 100-Punkte-Marke war nun nur noch Formsache. Luis Figge sorgte für den Meilenstein standesgemäß per Dreier bereits sechs Minuten vor Schluss. Die Giants standen freilich längst als Sieger fest. Trainer Hansi Gnad konnte noch ein wenig rotieren, verhalf Joel Moketo Lungelu auch prompt zu seiner ProA-Premiere. Der 18-Jährige, der im Kader war, weil sich Lennard Winter am Freitag die Hand gebrochen hatte, spielte zwei Minuten und bedankte sich mit den letzten Punkten der Partie – dem insgesamt 17. Dreierpack zum 113:86. 

Zu einer besonderen Ehre kam im Übrigen Michael Kuczmann in der ersten Viertelpause. Der langjährige Spieler der Giants wurde für seine Verdienste geehrt, seine Rückennummer 25 wird bei den Giants nicht mehr vergeben.

Mit dem rundum gelungenen Abend war auch der Leverkusener Coach Hansi Gnad zufrieden. Er sagte: „Das war ein echtes Schützenfest. Wir haben den Ball super bewegt, dadurch viele frei Schüsse gehabt. Dann sieht das auch mal so aus.“