1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen
  4. Sport Leverkusen und Leichlingen

TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants begeistern mit Langeweile

Basketball, 2. Liga : Bayer Giants haben mit den Karlsruhe Lions keine Mühe

Die Leverkusener Zweitliga-Basketballer lassen den Karlsruhe Lions beim 99:85 keine Chance und feiern den dritten ProA-Sieg in Serie.

Selten war ein ProA-Spiel der Giants so früh entschieden wie die Zweitliga-Partie gegen die Karlsruhe Lions. Bereits zur Pause führten die Gastgeber 49:32, spätestens nach dem dritten Viertel standen die Farbenstädter bei einem 79:55-Vorsprung als Sieger fest. Die Giants spielten phasenweise überragenden, begeisternden Basketball, sorgten damit aber auch frühzeitig für aus Leverkusener Sicht positive beschauliche Langeweile.

Die Weichen Richtung Sieg stellten die Giants im zweiten Viertel. Nachdem sie im ersten Durchgang auch dank des starken Luca Kahl (sieben Punkte) bereits in Führung gegangen waren, sich aber nicht entscheidend absetzen konnten, spielten die Gastgeber vor der Halbzeitpause wie aus einem Guss. Haris Hujic‘ Dreier zum 31:26 beantworteten die Karlsruher zwar noch, doch danach legten die Leverkusener einen 18:4-Lauf mit diversen Höhepunkten hin.

Einem weiteren Hujic-Dreier folgte ein Wurf aus der Drehung von Eddy Edigin. Der Abschluss aus der Halbdistanz war nicht einfach, fand aber sein Ziel zum 43:30. Kurz darauf kam Thomas Fankhauser zu seinen Saisonpunkten drei bis fünf. Der 19-Jährige, der zuvor nur gegen Ehingen erfolgreich gewesen war, zog Richtung Korb und wurde mustergültig von Marko Bacak bedient. Da Fankhauser beim Abschluss gefoult wurde, legte er per Freiwurf einen weiteren Zähler nach. Den Schlusspunkt zum 49:32-Halbzeitstand setzte Grant Dressler per Dreier.

  • Leverkusens JJ Mann sucht nach einer
    Basketball, ProA : Die Giants sind vor den Lions gewarnt
  • Britta Worms (Nummer 31) geht nicht
    Basketball : Tigers bleiben im Thriller eiskalt
  • Dresden-Trainer
    3. Liga : Dresden weiter nicht zu stoppen - Haching gibt Rote Laterne ab

Die Überlegenheit zur Pause war auch statistisch abzulesen. In allen relevanten Bilanzen führten die Gastgeber, die 54 Prozent ihrer Abschlüsse aus dem Feld im Korb unterbrachten. Nach Wiederanpfiff schraubten die Giants ihren Vorsprung auf 21 Punkte. Eddy Edigin blockte und traf umgehend auf der anderen Seite, JJ Mann stahl den Ball und verwertete das Fastbreak gleich selbst. Erst danach sorgte Daniel Norl mit einem Dreier für etwas Beruhigung aus Karlsruher Sicht.

Gerade als sich die Lions auf 13 Punkte herangekämpft und wieder leise Hoffnung hatten, gelang den Leverkusenern eine weitere grandiose Phase. Elf Punkte in Serie markierten die Hausherren in den letzten 65 Sekunden des dritten Viertels. Wyatt Lohaus per Freiwurf und nach einem Steal, JJ Mann per Dreier und nach einem einem weiteren Steal sowie Marko Bacak per „Buzzer Beater“ waren die Schützen zum 79:55-Vorsprung, den die Giants nur noch verwalten mussten.

Das gelang. Der Weg zum 99:85-Erfolg war Formsache. Auch wenn die Begegnung ihrem Ende engegenplätscherte und die Giants in den letzten vier Minuten schwach agierten, gefährdeten sie nicht ansatzweise den Gewinn des direkten Vergleichs. Das Hinspiel hatte Karlsruhe mit acht Punkten Unterschied gewonnen. Für die Galerie donnerte Dennis Heinzmann noch einen Alley-oop-Dunk durch die Reuse. Kurz darauf war‘s vorbei.

„Wir haben richtig solide gespielt und Karlsruhe früh den Zahn gezogen“, sagte Trainer Hansi Gnad. Die hatte sich in der Breite stark präsentiert: Bereits zur Halbzeit hatten alle zwölf Basketballer mindestens einen Punkt erzielt.

Giants Bacak (15), Mann (14), Edigin (13), Hujic (10), Eberhardt (9), Heinzmann (8), Dressler (7), Kahl (7), Lohaus (6), Blass (4), Kuczmann (3), Fankhauser (3).