1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen
  4. Sport Leverkusen und Leichlingen

TSV Bayer 04 Leverkusen fährt mit 41 Aktiven zur DM nach Braunschweig

Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften : TSV Bayer 04 reist mit 41 Athleten nach Braunschweig

Am Wochenende werden in Braunschweig die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften ausgetragen. Der TSV Bayer 04 Leverkusen stellt gleich mehrere Sportler mit Titelambitionen – unter anderem Hochspringer Mateusz Przybylko.

Kein anderer Verein fährt mit einem größeren Aufgebot zu den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften nach Braunschweig als der TSV Bayer 04. Die Leverkusener schicken 41 Athleten ins Rennen, dahinter folgen mit großem Abstand der TV Wattenscheid 01 (22 Aktive) und der MTG Mannheim (15). Insgesamt nehmen 148 Vereine an den DM am Wochenende (8./9. August) teil.

Hoffnungen auf einen Titel machen sich gleich mehrere Leverkusener – allen voran Mateusz Przyblko. Kann er Herausforderer Tobias Potye (LG München) in Schach halten, winkt dem Hochsprung-Europameister sein vierter deutscher Freiluft-Meistertitel in Serie. Chancen auf einen Platz auf dem Podest rechnet sich sein erst 20-jähriger Vereinskollege Florian Hornig aus. Torsten Sanders komplettiert das Hochsprung-Trio des TSV.

Im Stabhochsprung zeichnet sich ein Schlagabtausch zwischen zwei TSV-Trainingspartnern ab. Bo Kanda Lita Baehre, Meister 2018, hat seine persönliche Bestleistung von 5,72 Metern vergangene Woche eingestellt und damit die Führung in der nationalen Saisonrangliste zurückerobert. Torben Blech steigerte seine Saisonbestleistung auf 5,62 Meter. Außenseiterrollen nehmen Karsten Dilla, der zum letzten Mal bei einer DM springt, sowie Philip Kass ein.

TSV-Hammerwerferin Carolin Paesler könnte ihr zweites DM-Gold nach 2017 einfahren, muss aber Samantha Borutta (TSG Mutterstadt; 69,00 Meter) im Auge behalten. Die nationale Jahresbestleistung der Athletin von Trainerin Helge Zöllkau liegt bei 69,80, der Hausrekord bei 70,76 Metern. Michelle Döpke (62,76 Meter) darf durchaus Richtung Podestplatz blicken. Seit Wochen in Top-Form agiert Jennifer Montag, die sich sowohl über 100 Meter (11,23 Sekunden) als auch im Weitsprung (6,42 Meter) in Position gebracht hat. Im Weitsprung sind mit Janika Baarck (6,28 Meter) und Malina Reichert (6,34) zwei weitere TSV-Athleten dabei, letztere sowie Imke Daalmann auch im Dreisprung. Im Dreisprung der Männer geht Benjamin Weßling ins Rennen.

Sollte Diskuswerferin Marike Steinacker es erneut auf Platz vier schaffen, wäre das ein Erfolg für die 28-Jährige. Im Speerwurf steht der Leverkusener Nico Rensmann mit 72,74 Meter an achter Stelle der Meldeliste, Nils Fischer mit seiner Bestleistung von 76,48 Metern auf dem Bronzerang. „Er ist körperlich fit, aber technisch noch etwas unsicher. Eine Weite im Bereich seiner Bestleistung ist unser Ziel“, sagt Trainerin Ingrid Thyssen.

Tobias Lange möchte indes über 400 Meter sein Vorjahres-Bronze verteidigen. Kugelstoßer Jan Jeuschede und Weitspringer Marcel Kirstges belegten 2019 vierte Plätze. Katarina Mögenburg, 2019 mit 1,84 Meter Hochsprung-Vizemeisterin, ist immer für eine Überraschung gut. Für Ria Möllers gilt im Stabhochsprung der Frauen der vierte Platz aus dem Vorjahr als Maß. Katharina Bauer war damals Sechste.

Speerwurf-Europameisterschafts-Teilnehmerin Dana Bergrath hat eine Platzierung unter den acht Besten im Visier. Gleiches gilt für Disziplinkollegin Charlotte Wissing. Gleich vier Leverkusener 800-Meter-Läuferinnen wollen ins Finale, darunter die Vorjahres-Sechste Rebekka Ackers (2:06,80 Minuten) und die Vorjahres-Achte Tabea Marie Kempe (2:06,09). Hinzu kommt die genesene Sarah Schmidt (2:07,29) und die auf 2:09,33 Minuten verbesserte Debora Diawuoh.

Über 5000 Meter hält die mehrfache Deutsche Meisterin Denise Krebs die Leverkusener Farben hoch. „Sie kommt unmittelbar aus dem Höhentrainingslager in Davos, hat gut trainiert, die Werte passen. Aber konkret zu prognostizieren, was momentan möglich ist, fällt schwer“, sagt ihr Trainer Sebastian Weiß. Mit einem Einzug in das 100-Meter-Finale liebäugelt Daniel Hoffmann (10,32 Sekunden). Über 200 Meter kletterte er zuletzt um 37 Hundertstel auf 21,26 Sekunden vor Jonas Breitkopf (21,28).

Tim Eikermann ist über 110 Meter Hürden wieder Endlaufkandidat, ebenso die Siebenkämpferinnen Mareike Arndt und Anna Maiwald. Allein die Qualifikation für die Titelkämpfe ist ein Erfolg für Marina Wrede und Berit Scheid, die zunächst zum 1500-Meter-Vorlauf antreten müssen – das gilt auch für Niklas Harsy über 800 Meter. Lotte Meyberg repräsentiert den TSV über 3000 Meter Hindernis.