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TSV Bayer 04 Leverkusen: Elfen verstärken sich mit Rückraumspielerin

Handball, Bundesliga : Elfen holen Verstärkung aus Mainz

Rückraumspielerin Nives Klobucar wechselt vom Zweitligisten Mainz 05 nach Leverkusen und feiert schon am Sonntag gegen Buxtehude ihr Debüt für den TSV Bayer.

Die Suche nach Verstärkungen für den Rückraum läuft bei den von Verletzungen geplagten Bundesliga-Handballerinnen des TSV Bayer 04 bereits seit einiger Zeit. Nun war sie von Erfolg gekrönt – just nachdem sich mit dem Mittelhandbruch von Lilli Holste nun schon die dritte Rückraumkraft der Elfen schwer verletzt hatte. Entsprechend froh ist Managerin Renate Wolf über die erfolgte Einigung mit Nives Klobucar. Viel Zeit zur Eingewöhnung bleibt der Kroatin nicht bis zu ihrem ersten Einsatz. Sie wird schon am Sonntag im Spiel gegen den Buxtehuder SV (16 Uhr, Ostermann-Arena) mit von der Partie sein.

Da in Holste und Fanta Keita gleich beide etatmäßigen Spielerinnen für die Position im rechten Rückraum fehlen, passt es besonders gut, dass die neue Nummer 77 der Elfen eine Linkshänderin ist, die genau dort zuhause ist. „Auf dieser Position hatten wir durch die Verletzungen großen Bedarf. Umso erfreulicher, dass sich Nives so kurzfristig für einen Wechsel nach Leverkusen entschieden hat“, betont Wolf.

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Der Transfer war eine gelungene Co-Produktion der Managerin mit Trainer Martin Schwarzwald. Der hat bekanntermaßen einen guten Draht zu Florian Bauer, Trainer beim Zweitligisten Mainz 05, wo Klobucar bis vor wenigen Tagen unter Vertrag stand. Als sich die Auflösung des Kontrakts aus nicht näher konkretisierten persönlichen Gründen abzeichnete, gab der Elfen-Coach diese wertvolle Information weiter. Dann ging alles relativ schnell. Vergangene Woche überzeugte die Kroatin beim Probetraining in Leverkusen und steht nun schon vor ihrem Bayer-Debüt.

Freuen dürfen die Fans sich laut Schwarzwald auf eine 21 Jahre junge, talentierte und mit 1,82 Metern große Spielerin, die einen guten Abschluss hat – auch aus mehr als neun Metern. Angesichts des Alters und der noch fehlenden Abstimmung mit den neuen Teamkolleginnen bittet der Coach um Geduld mit dem Zugang. Gleichwohl ist er sich sicher, dass sie das TSV-Team mittel- und langfristig verstärken wird, sagt der Coach: „Wir dürfen aber keine Wunderdinge erwarten.“

Viel Hoffnung legt Schwarzwald diesbezüglich auf die dreieinhalb Wochen währende Unterbrechung der Liga nach dem anspruchsvollen Doppelpack gegen Buxtehude und in Dortmund am Mittwoch sowie die sich an das Duell mit Bensheim anschließende WM-Pause. Die Favoritenrolle werden die Elfen in den nächsten Begegnungen zwar nicht innehaben, chancenlos sieht der Trainer sein Team aber nicht. „An einem guten Tag sind wir trotz der Ausfälle in der Lage, jeden Gegner zu schlagen“, sagt er. Wenn sich die Chance auf eine Überraschung biete, gelte es, diese auch zu ergreifen – am liebsten schon am Sonntag.