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TSV Bayer 04 Leverkusen: Elfen verlieren und sind heimliche Sieger

Handball, Frauen-Bundesliga : Elfen verlieren und sind heimliche Sieger

Die Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen verlieren mit 23:31 gegen Dortmund, aber auch die Konkurrenz patzt im Abstiegskampf.

Gegen Titelverteidiger und Vize-Meister Borussia Dortmund zogen Bayers Handballerinnen erwartungsgemäß klar den Kürzeren. Aber trotz des deutlichen 23:31 (10:17) im Nachbarschaftsduell waren die Elfen so etwas wie der heimliche Sieger des Nachholspieltags unter der Woche. Da zeitgleich auch Schlusslicht BSV Sachsen Zwickau verlor (25:32 in Neckarsulm), ist der Bundesliga-Klassenerhalt nun zum Greifen nah. Trainer Johan Petersson und sein Team könnten ihn schon am Samstag feiern – und das, ohne selbst im Einsatz zu sein.

Die Leverkusenerinnen haben ihre Partie des Spieltags gegen den Meister aus Bietigheim bereits vor über einem Monat absolviert und dürfen sich darum am Wochenende über eine Pause freuen. Sie werden sicher genau beobachten, wie sich die Zwickauerinnen schlagen werden. Bei sechs Punkten Rückstand auf die Elfen und nur noch drei zu absolvierenden Spielen dürfen sie sich keinen Ausrutscher mehr erlauben. Schon ein Remis wäre zu wenig, wenn sie es nach dem Nachholspiel unter der Woche in Neckarsulm erneut mit dem Gegner aus Schwaben zu tun bekommen.

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Im Duell der früheren Elfen werden die Leverkusenerinnen also Johanna Stockschläder gegen Nele Kurzke und Pia Adams die Daumen drücken. Denn deren Erfolg mit Neckarsulm würde ihnen zwei Endspiele um den Klassenerhalt ersparen, wenn es am Mittwoch und Samstag nächster Woche erst gegen Schlusslicht Zwickau und dann zum Vorletzten Buchholz-Rosengarten geht, der nur noch zwei Spiele ausstehen hat und bei fünf Punkten Rückstand Bayer nicht mehr einholen kann.

Im Gegensatz zum Hinspiel, in dem die Leverkusenerinnen zur Halbzeit führten, zeigte Dortmund den Elfen im zweiten Aufeinandertreffen schon früh die Grenzen auf. Zur Pause lag der BVB bereits deutlich mit sieben Treffern vorn. Zwar kam die Petersson-Sieben Mitte des zweiten Durchgangs noch bis auf drei Treffer heran (20:23), aber das war auch dadurch begünstigt, dass die Gäste in dieser Phase einige Stammkräfte schonten. Als diese zurückkehrten, zog Dortmund umgehend wieder davon (20:26).

„Wir wussten, dass Leverkusen nie aufgibt. Das haben sie schon im Hinspiel eindrucksvoll gezeigt – und so auch heute. Es wurde noch einmal brenzlig und wir sind sogar etwas nervös geworden“, lobte Gästetrainer André Fuhr die Moral des Gegners. Alles andere als zufrieden war hingegen Elfen-Coach Petersson. „Wir konnten unsere Leistung vom Samstag leider nicht bestätigen. Wir können besser spielen und wollen das beim nächsten Mal auch wieder zeigen“, betonte er.

Am kommenden Mittwoch sind die Leverkusenerinnen im direkten Duell mit Zwickau erneut in der Ostermann-Arena am Ball. Ein Heimspiel muss in diesem Fall aber nicht unbedingt ein Vorteil sein. Denn vor eigenem Publikum habe sein Team in der aktuellen Drucksituation nicht nur gegen Dortmund Probleme gehabt, erinnerte der Trainer der Handballerinnen.

Noch ist der Klassenerhalt nicht perfekt, aber die Elfen feilen bereits am Kader für die 48. Spielzeit in der Bundesliga. Zum Wochenstart konnten sie mit Marla Mathwig einen weiteren Zugang verkünden. „Sie ist eine talentierte Nachwuchsspielerin mit dem gewissen Extra und einem guten Auge für ihre Mitspielerinnen“, sagt Managerin Renate Wolf über die 18-Jährige. Sie kommt vom VfL Bad Schwartau, wo sie in der A-Jugend-Bundesliga unter anderem im Viertelfinale gegen Leverkusen auflief – und dabei trotz Niederlage ihres Teams glänzen konnte. Parallel sammelte sie in der aktuellen Spielzeit Erfahrungen beim Hamburger Drittligisten SC Alstertal/Langenhorn.

Elfen Graovac, Vogel – Thomaier (4), Jurgutyte (3), Teusch, Hinkelmann (1), Sprengers (1), Leuchter (3), Holste, Klein (1), Bruggeman (1), Kaludjerovic, Ronge, Terfloth (2), Huber (4/2), Souza (3).