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TSV Bayer 04 Leverkusen: Elfen verlieren 22:26 beim VfL Oldenburg

Handball, Frauen-Bundesliga : VfL Oldenburg beendet die Serie der Elfen

Die Bundesliga-Handballerinnen des TSV verlieren mit 22:26 in Niedersachsen. Für Martin Schwarzwald ist es die erste Niederlage als Coach der Leverkusenerinnen.

Svenja Huber war so enttäuscht, dass es etwas dauerte, bis sie für einen letzten Siebenmeter noch einmal aufs Feld zurückkehrte. Den Strafwurf verwandelte die Rechtsaußen von Bayers Bundesliga-Handballerinnen sicher. Aber freuen konnte sie sich über ihren fünften Treffer des Tages überhaupt nicht. Denn unter dem Strich stand für sie und ihre Teamkolleginnen ein bitteres 22:26 (12:15) im Bundesliga-Klassiker beim VfL Oldenburg.

Der kleine Höhenflug mit vier Siegen in Serie seit der Amtsübernahme von Martin Schwarzwald fand just in der Partie ein jähes Ende, die der Trainer im Vorfeld zur „ersten echten Standortbestimmung“ erklärt hatte. Ohne die Verletzten Mia Zschocke und Fanta Keita sowie erneut ohne die angeschlagene Mariana Ferreira Lopes schafften es die Gäste nicht, auch von weiter draußen für Torgefahr zu sorgen – und wurden so leicht ausrechenbar. Zusätzlich machten sie sich mit etlichen technischen Fehlern und einigen Fehlpässen das Leben selbst unnötig schwer.

Zu allem Unglück war auch vom Prunkstück der Elfen in den vergangenen Wochen, der Defensive mit dem starken Zusammenspiel von griffiger Abwehr und starker Keeperin, nur wenig zu sehen, insbesondere im ersten Durchgang. In dem wehrte sich Vanessa Fehr zwar mit zwei gehaltenen Siebenmetern und einem vereitelten Gegenstoß tapfer, wurde aber viel zu oft im Stich gelassen.

„Ihr mache ich da keinen Vorwurf. Die Abwehr hat es Oldenburg viel zu einfach gemacht“, sagte Schwarzwald und betonte: „Damit war ich überhaupt nicht zufrieden.“ So ergab sich zur Pause für die kaum unterstützte Fehr eine ungewohnt schwache Quote von nur 25 Prozent gehaltenen Würfen und für die Elfen ein Drei-Tore-Rückstand und fast zwei Minuten verbleibende Unterzahl als schwere Hypothek für den zweiten Durchgang.

Der begann gleich denkbar unglücklich. Nach zwei Gegentreffern während der Zeitstrafe und einem weiteren kurz darauf lagen die Elfen bereits mit 12:17 hinten, ehe Kim Lara Hinkelmann das erste Leverkusener Tor nach dem Seitenwechsel erzielte. Die Gäste benötigten eine geraume Zeit, um den schwachen Start zu verdauen. Aber neun Minuten vor dem Ende waren die Elfen – auch dank einer Umstellung auf eine 3-2-1-Abwehr – plötzlich wieder bis auf zwei Tore dran.

„Da haben wir eine tolle Moral bewiesen“, sagte Schwarzwald. „Aber es war klar, dass nach dieser Energieleistung dann alles zusammenpassen muss, damit wir das Spiel noch drehen.“ Das war zur Enttäuschung der Gäste leider nicht der Fall. Nach Svenja Hubers Siebenmeter zum zwischenzeitlichen 21:23 dauerte es bis in die Schlussszene bis zum nächsten Treffer, dem relativ emotionslos registrierten Schlusspunkt der Rechtsaußen bei abgelaufener Spielzeit.

Nach dem Abschluss der Englischen Woche in Oldenburg haben die Elfen nun zumindest etwas Zeit, um zu regenerieren. Am Samstag wartet erneut ein schwieriges Auswärtsspiel bei Halle-Neustadt.

Elfen Fehr, Graovac – Thomaier, Jurgutyte (4), Hinkelmann (3), Sprengers (1), Holste (2), Souza (4), Kämpf, Bruggeman (1), Einarsdottir (2), Huber (5/2), Cormann.