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TSV Bayer 04 Leverkusen: Elfen stehen vor Doppelspieltag

Handball, Frauen-Bundesliga : Elfen stehen vor Doppelspieltag

Die Bundesliga-Handballerinnen des TSV Bayer 04 bekommen es am Freitag zunächst mit dem Buxtehuder SV zu tun. Weiter geht’s am Sonntag in Bad Wildungen.

Das lange Wochenende mit zwei Spielen binnen drei Tagen verlangt Bayers Bundesliga-Handballerinnen viel ab. In der Trainingswoche waren gute Planung und eine bewusste Belastungssteuerung gefragt. Es war darum weder Belohnung noch Zufall, dass Coach Martin Schwarzwald seinen Schützlingen nach dem knappen Sieg gegen Bensheim/Auerbach einen freien Montag gönnte. Wie schon gegen die Flames bekommen es seine Elfen auch in den nächsten Partien mit Teams aus dem breiten Mittelfeld der Liga zu tun. Am Freitag (18.55 Uhr) empfangen die Leverkusenerinnen den Buxtehuder SV in der Ostermann-Arena (live bei Eurosport). Am Sonntag (16 Uhr) treten sie bei den Bad Wikdungen Vipers an (live im Internet-Stream bei handball-deutschland.tv).

Genauer werden sich die Elfen mit dem zweiten Teil der Doppelaufgabe aber erst bei ihrer Trainingseinheit am Samstag beschäftigen. Zunächst liegt der Fokus ganz auf dem Treffen mit dem BSV. Dass diese Begegnung von Eurosport für eine Übertragung ausgewählt wurde, hat gute Gründe. Keinen Ausschlag dürfte bei der Entscheidung wohl das zwar knappe Hinspiel gegeben haben, das spannend, dafür aber auch extrem torarm war (17:16 für Buxtehude). Schon etwas mehr ins Gewicht gefallen sein könnte die Tradition dieses Klassikers und – mehr noch – die gute Erfahrung des Senders mit Live-Spielen beider Teams.

Vor allem aber bewarben sich die Kontrahenten mit starken Leistungen gegen die Übermannschaft dieser Saison für mehr Aufmerksamkeit. Der ungeschlagene Primus Borussia Dortmund hatte sowohl in beiden Duellen gegen den TSV Probleme als auch vergangenes Wochenende beim in Oldenburg ausgetragenen Auswärtsspiel gegen Buxtehude. In der Liga war kein BVB-Sieg so knapp wie das 31:29 gegen die Elfen. Buxtehude wiederum ist immer noch das einzige Team, das den Branchenführer auf nationaler Ebene bezwingen konnte (im November im Pokal).

„Das wird nicht einfach“, sagt Schwarzwald. Er hat die vergangenen Spiele des nächsten Gegners genau studiert. Zuletzt hat der BSV zwar mehrfach verloren, aber gegen starke Gegner ordentliche Leistungen gezeigt. Besonders beeindruckte den Elfen-Coach das starke Paket aus Abwehr und den Torfrauen. „Buxtehude verteidigt richtig gut und nutzt Fehler des Gegners gnadenlos aus. Genau da müssen unsere Alarmglocken schrillen“, betont er.

Ähnlich viele leichte Ballverluste wie noch am vergangenen Wochenende dürfe sich sein Team daher nicht erlauben, wenn es erneut punkten möchte. Angriffe sauber ausspielen lautet die Devise – und wenn der Ball doch mal verloren geht, wollen die Leverkusenerinnen ein besseres Rückzugsverhalten zeigen als in der zweiten Hälfte gegen Bensheim. Dann haben die Elfen gute Chancen, ihre eigenen Stärken in der Defensive zur Geltung zu bringen. Verzichten muss Schwarzwald dabei erneut auf ein Quintett, weil neben Mia Zschocke, Mareike Thomaier, Fanta Keita und Hildigunnur Einarsdottir auch Jule Polsz weiter passen muss. Letztere ist nach ihrer Gehirnerschütterung weiter krankgeschrieben. Dafür rückt wie schon am Sonntag wieder Pia Terfloth in den Kader.

Inzwischen schon ein fester Bestandteil des Bundesliga-Teams ist ein anderes Talent. Bislang hat Sophia Cormann vor allem als Spezialistin für das Unterzahlspiel überzeugt.

Für die Zukunft trauen die Verantwortlichen der jungen Spielmacherin aber noch deutlich mehr zu. Entsprechend groß ist die Freude, dass die angehende Abiturientin nun ihren ersten Bundesligavertrag bei den Elfen unterschrieben hat.