TSV Bayer 04 Leverkusen: Elfen siegen dank einer Gala von Keeperin Nele Kurzke

Frauen-Handball-Bundesliga : Elfen siegen dank guter Moral und einer Kurzke-Gala

Die Leverkusener Bundesliga-Handballerinnen können sich nach dem 27:24-Erfolg in Oldenburg bei ihrer Torhüterin Nele Kurzke bedanken. Sie hielt den Sieg mit mehreren starken Paraden fest.

Am Ende schaute Robert Nijdam wieder sehr zufrieden drein, während er am Mikro den Sieg seiner Elfen beim VfL Oldenburg analysierte. Aber während der 60 Minuten setzte die Partie dem Trainer von Bayers Bundesliga-Handballerinnen doch zeitweise arg zu. Denn beim 27:24 (14:13)-Erfolg leisteten sich die ersatzgeschwächten Leverkusenerinnen kleine Patzer in großer Häufigkeit.

Damit befanden sie sich allerdings in bester Gesellschaft, zeigte doch auch der VfL in einer Begegnung mit mehr Hektik als Klasse eine reichlich hohe Fehlerquote. „Schöner Handball war das sicher nicht“, gab der Elfen-Coach unumwunden zu. Aber was in personell harten Zeiten zählt, ist der Ertrag. Und der stimmte, obwohl am Kreis die junge Lara Hinkelmann ihr ordentliches, aber nicht herausragendes, erstes Bundesligaspiel bestritt.

Beste Schützin der Elfen, die vor allem im Angriff ihre liebe Not hatten, war erneut Elaine Rode, die acht Treffer erzielte und sich als gute Vertreterin von Jung-Nationalspielerin Amelie Berger erwies. Aber Bayers Beste stand an diesem Tag zwischen den Pfosten. „Wir müssen ein ganz großes Dankeschön an Nele richten“, betonte Nijdam. Gemeint war Nele Kurzke, an der der Oldenburger Angriff phasenweise verzweifelte. Sie hielt nicht nur zahlreiche gewöhnliche Bälle, sondern auch einen Siebenmeter, einige Versuche bei Gegenstößen und eine ganze Reihe freier Würfe. Ohne diese außergewöhnliche Leistung – insbesondere, aber nicht nur, im ersten Durchgang – wären die Gäste vom Rhein ganz sicher nicht mit einer Führung in die Pause gegangen.

So eng wie beim Seitenwechsel blieb es bis in die Schlussphase, weil Oldenburg nach Bayers erster Drei-Tore-Führung (23:20) noch einmal ausgleichen konnte. Doch dann setzten sich die Elfen entscheidend ab. „Am Ende haben wir ganz einfach auch den Kopf höher gehalten“, lobte der Trainer die tolle Moral seiner Schützlinge.

TSV Bayer 04 Kurzke (1), Fehr - Jurgutyte (4), Zschocke, Potocki (2), Veit, Kämpf, Hodel, Berndt (1), Jo. Rode (3), von Pereira (2), Je. Rode (5), E. Rode (8), Hinkelmann (1).

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