TSV Bayer 04 Leverkusen: Elfen schrammen an der Überraschung vorbei

Stark gespielt, knapp verloren : Elfen schrammen beim THC an der Überraschung vorbei

Die Bundesliga-Handballerinnen des TSV Bayer 04 liegen beim Thüringer HC lange in Führung, müssen sich am Ende aber mit 26:29 geschlagen geben.

Viel fehlte den Handballerinnen des TSV nicht zur Überraschung. Weniger als vier Minuten vor Abpfiff der Partie beim Bundesliga-Meister Thüringer HC durften sich die Leverkusenerinnen beim Stand von 26:26 noch Hoffnungen auf einen Punkt machen. Dass der Titelverteidiger sich trotz zwei Minuten in Unterzahl im Schlussspurt noch den Sieg holte, sorgte zwar für Enttäuschung bei den Elfen. Doch Coach Robert Nijdam zeigte sich nach der 26:29-Niederlage dennoch stolz. „Wir haben vieles, was wir uns vorgenommen haben, klasse umgesetzt“, betonte er.

Nach starkem Start führten die Elfen mit 7:3, zur Pause mit 14:13 und zuletzt in der 51. Minute mit 24:23. „Meine Mannschaft hat extrem diszipliniert gespielt, sich immer an den Matchplan gehalten und stark verteidigt. Diese Leistung hat mich sehr gefreut“, sagte Nijdam. Denn seine Leverkusenerinnen stellten so auch unter Beweis, dass des Trainers Maxime, nie über personelle Probleme zu klagen, mehr als nur eine Phrase ist, sondern beim TSV auch gelebt wird. Wie schon so oft in dieser Saison ist es Team und Coach gelungen, namhafte Ausfälle überraschend gut zu kompensieren. Dabei liefen sie diesmal bei einem der beiden Übermannschaften der Liga sogar nur mit einem Rumpfkader auf.

Denn kurzfristig hatten sich auch noch Jennifer Rode und Zivile Jurgutyte verletzt gemeldet. Das ergab eine Ausfallliste, wie sie selbst die arg gebeutelten Elfen so noch nicht erlebt hatten. Verzichten musste Nijdam insgesamt auf vier deutsche und eine litauische Nationalspielerin (Anna Seidel, Jennifer Karolius, Rode, Amelie Berger sowie Jurgutyte), eine Junioren-Auswahlspielerin (Aimee von Pereira) und Rückraum-Talent Naina Klein. Dazu verzichtete der Übungsleiter mit Blick auf das Final-Four-Turnier um die deutsche A-Juniorinnen-Meisterschaft bewusst auf Verstärkungen aus dem Nachwuchs.

In Abwesenheit der prominenten Kolleginnen sprangen andere in die Bresche. Xenia Hodel zeigte ihre bislang wohl beste Leistung im Elfen-Trikot, erzielte fünf Treffer und setzte immer wieder Mitspielerinnen stark in Szene. Auch Aushilfs-Kreisläuferin Annefleur Bruggeman (sechs Tore) zeigte eine starke Leistung. Beste Schützin war Kim Berndt (sieben Tore), die zum Ende ihrer Leverkusener Zeit noch einmal richtig in Schwung zu kommen scheint. Eine ähnlich starke Leistung aller Elfen ist auch am Sonntag wieder gefragt. Dann ist der punktgleiche Verfolger Blomberg-Lippe zu Gast am Rhein.

Elfen Kurzke, Fehr – Berndt (7/2), Bruggeman (6), Hodel (5), E. Rode (3), Zschocke (2), Zschocke (2), Potocki (1), Jo. Rode, Kämpf.

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