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TSV Bayer 04 Leverkusen: Elfen schlagen die Neckarsulmer Sport-Union

Handball, Frauen-Bundesliga : Elfen machen es gegen Neckarsulm unnötig spannend

Nach starker erster Halbzeit müssen die Bundesliga-Handballerinnen des TSV Bayer 04 im Spiel gegen die Neckarsulmer Sport-Union noch zittern. Am Ende steht jedoch ein 30:28 und der erste Sieg seit Wochen.

Mit der Schlusssirene wich die Anspannung der Erleichterung: Bayers Bundesliga-Handballerinnen konnten wieder feiern. Das 30:28 (16:13) gegen den Tabellenvierten Neckarsulmer Sport-Union fühlte sich nach den schwierigen Wochen sichtlich gut an. Das war nur zu verständlich, hatte das Team von Trainer Martin Schwarzwald doch zuvor vier Mal in Serie nicht gewonnen und nur eines der vorangegangenen zehn Pflichtspiele für sich entschieden. „Das war wirklich wichtig für unsere Seele. Deshalb bin ich froh und zufrieden. Schön, dass die Mannschaft sich am Ende noch belohnt hat“, betonte der Coach.

Für das Hochgefühl aller Beteiligten auf Elfen-Seite war es vermutlich sogar noch förderlich, dass die Leverkusenerinnen nach starker erster Hälfte doch noch ernsthaft um den Erfolg bangen mussten. Ab der 44. Minute liefen sie sogar einem knappen Rückstand hinterher, stemmten sich aber mit aller Entschlossenheit gegen die Niederlage und hatten im Endspurt wieder hauchdünn die Nase vorn. Erst zweieinhalb Minuten vor dem Ende übernahmen sie beim 28:27 erstmals wieder die Führung.

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Endgültig alles klar machten in der Schlussminute zwei starke Aktionen von Zivile Jurgutyte. Beim Stand von 29:28 vereitelte sie einen Neckarsulmer Gegenstoß, weil sie schnell genug nach hinten eilte und sich den langen Pass sicherte. „Das war eine ganz entscheidende Situation“, sagte Schwazwald. Mit ihrem Treffer zum Endstand veredelte die Spielmacherin diesen Ballgewinn nachträglich auch noch.

Bei aller Freude über den guten Ausgang blieb jedoch außer Zweifel, dass die bessere Hälfte des Außenseiters die vor dem Seitenwechsel gewesen war. Hinten stand die Bayer-Abwehr sicher, Kristina Graovac hielt famos und vorne erwischten die mutigen Leverkusenerinnen den Gegner immer wieder auf dem falschen Fuß. „Da haben wir uns an den Plan gehalten und es war deutlich unsere Spielidee zu sehen“, freute sich der Trainer.

Nur eines störte Schwarzwald: Angesichts der Überlegenheit und zeitweiser Sechs-Tore-Führung war der Pausenvorsprung mit drei Treffern zu wenig. „Wir hätten höher führen müssen, haben uns ein paar technische Fehler zu viel geleistet“, kritisierte er. Daran trage aber auch er selbst durch einige frühe Wechsel eine gewisse Mitschuld. „Ich dachte, wir könnten das hohe Tempo nicht über 60 Minuten halten. So kam ein kleiner Bruch ins Spiel“, räumte er ein.

Ein schöner Bonus zu den Punkten und zweifellos auch beteiligt an der Erfolgsgeschichte waren die drei Rückkehrerinnen. Mareike Thomaier und Hildigunnur Einarsdottir erzielten je zwei Tore und Mia Zschocke zeigte ihre Qualitäten in der Abwehr (Schwarzwald: „Da hat sie gleich richtig Alarm gemacht“). In der Abwehr ragte aber eine andere heraus: Annefleur Bruggeman. „Sie hat in der Deckung ein richtig starkes Spiel gemacht und vorne wichtige Tore aus dem Rückraum erzielt“, lobte der Trainer.

Sein Fazit lautete: „Rundum zufrieden können wir noch nicht sein, aber das war schon gut – auch, weil wir am Ende wieder zu unserer Courage zurückgefunden haben.“ Mit einer solchen Leistung sei auch am Mittwoch etwas drin. Da empfangen die Elfen TuS Metzingen zum Nachholspiel in der Ostermann-Arena.

Elfen Graovac (bis 44.), Fehr (ab 44. und bei einem Siebenmeter) – Thomaier (2), Jurgutyte (4), Hinkelmann (1), Sprengers (5), Zschocke, Kämpf, Bruggeman (3), Polsz (1), Einarsdottir (2), Lopes (4), Huber (8/4), Cormann.