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TSV Bayer 04 Leverkusen: Elfen probieren bei Testspielen viel aus

Handball, Frauen-Bundesliga : Elfen nutzen Testspiele für Experimente

Zwei Siege und drei verletzte Spielerinnen – das ist die nüchterne Bilanz aus dem ersten Testspiel-Wochenende der Bundesliga-Handballerinnen. Für den Teamgeist war die Reise trotzdem wichtig, sagt Trainer Martin Schwarzwald.

Von ihrem Testspielwochenende in Hattersheim und Mainz brachten Bayers Handballerinnen neben vielen schönen Eindrücken auch Verletzungssorgen mit nach hause. Gleich drei Elfen zogen sich Blessuren zu und müssen erst einmal aussetzen.

Rechtsaußen Svenja Huber bezahlte ihren Versuch, sich nach einem langen Pass zu strecken, mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel. Wie schwer es Kreisläuferin Marija Kaludjerovic (Probleme im Hüftbeuger) und Rückraum-Ass Mariana Lopes (Rückenblessur) erwischt hat, sollen Untersuchungen klären. „Da wollen wir ganz einfach auf Nummer sicher gehen“, erklärte Trainer Martin Schwarzwald. So viele Ausfälle so früh in der Vorbereitung seien natürlich „alles andere als ideal“, aber die Hoffnung ist groß, dass sich alle drei Fälle am Ende als nicht schwerwiegende Verletzungen erweisen.

Nun liegt vielleicht der Verdacht nahe, dass das Wochenende den Leverkusenerinnen angesichts dieser unerwünschten Begleitumstände in schlechter Erinnerung bleiben könnte. Aber das ist keineswegs der Fall. Denn in anderer Hinsicht erwies sich die erste Dienstreise in neuer Besetzung als Erfolg. Die gemeinsame Zeit war wertvoll für das Zusammenwachsen – sportlich wie menschlich.

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Neben den Testspielen beim Drittligisten TSG Eddersheim und beim Zweitligisten Mainz sowie den Trainingseinheiten gab es auch Gelegenheit für schöne Erlebnisse. Zum Wohlfühl-Programm in Hattersheim gehörte zum Beispiel ein Grillfest mit dem Gegner nach der Partie. In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt stand hingegen vor der Begegnung ein Spaziergang durch die Altstadt und entlang des Rheins auf dem Programm.

Dass es beim 30:19 gegen Eddersheim erst zum Ende wirklich deutlich wurde und beim 26:23-Sieg in Mainz sogar durchweg eng blieb, störte den Trainer nicht. „Wir haben ein anstrengendes Programm hinter uns. Deshalb war eine gewisse Müdigkeit keine Überraschung. Außerdem haben wir eine Menge ausprobiert – auch Spielerinnen auf für sie ungewohnten Positionen – und viel gewechselt. Das da nicht alles auf Anhieb klappt, war keine Überraschung“, betonte Schwarzwald.

Gegen Mainz kam als zusätzliche Erklärung für den knappen Spielstand hinzu, dass bislang in der Vorbereitung vor allem das Spiel gegen eine 6:0-Deckung einstudiert wurde und die „Meenzer Dynamites“ den Favoriten anfangs mit einer 5:1-Defensive überraschten. Ein deutlicherer Sieg wäre trotz des Fehlstarts (2:6) durchaus möglich gewesen, aber in der zweiten Hälfte vergaben die Elfen einige erstklassige Möglichkeiten. Und das war auch die einzige Kritik, die der Leverkusener Übungsleiter seinen Schützlingen nicht ersparen konnte: „Da dürfen wir uns nicht selbst bestrafen, sondern müssen uns auch mal belohnen.“

Ansonsten nahm er viele Eindrücke und Erkenntnisse aus den intensiven Trainingseinheiten unter Wettkampfbedingungen mit. Ein rundum gelungenes Vorbereitungswochenende also – wären da nicht die drei Verletzungen.