TSV Bayer 04 Leverkusen: Elfen patzen beim Tabellenzehnten Bensheim/Auerbach

Niederlage in Bensheim/Auerbach : Rückschlag für die Elfen im Europacup-Rennen

Beim Tabellenzehnten Bensheim/Auerbach bietet das Team von Trainer Robert Nijdam eine schwache Leistung und verliert mit 20:30.

Schon bei seiner Amtsübernahme im Sommer hatte Robert Nijdam gewarnt, dass mit einem so jungen Team solche Tage kommen würden. Und doch bewahrte dieses Wissen den Trainer von Bayers Handballerinnen nicht vor der großen Enttäuschung über die völlig verkorkste Dienstreise nach Südhessen. Mehr noch als die verpassten Punkte und der Rückschlag im Rennen um Platz vier wurmte ihn und die Elfen die Deutlichkeit des Resultats: Die Leverkusenerinnen unterlagen beim Tabellenzehnten Bensheim/Auerbach mit 20:30 (7:16).

Das verschlug dem ratlosen Übungsleiter vorübergehend die Sprache. Eine Erklärung für den schwachen Auftritt werde Zeit brauchen, sagte er. „Egal, was wir heute auch versucht haben, uns wollte einfach nichts gelingen. Das muss ich jetzt erst einmal in Ruhe analysieren“, kündigte er an. Erste deutliche Anhaltspunkte für die Fehlersuche gibt die Statistik. Denn die offenbart eine ernüchternde Zahlenmischung, die in Summe in eine auch in dieser Höhe verdiente Pleite zur Folge hatte.

Zwar war Bensheim auch nach der Pause das knapp bessere Team. Deutlich bitterer war aber die Bilanz in den ersten 30 Minuten. Magere sieben Treffer waren die schwächste Halbzeit-Ausbeute der gesamten Spielzeit. Gar nur drei Treffer waren es in den ersten 15 Minuten, was auch durch gleich drei verworfene Siebenmeter in dieser Phase (durch Joanna und Jennifer Rode sowie Mia Zschocke) begünstigt wurde. 16 Fehlwürfe – zur Erinnerung: bei nur sieben Treffern – kamen so vor dem Seitenwechsel zusammen. 25 Fehlversuche waren es insgesamt. Dazu kommen noch 19 Ballverluste. Wie so oft, wenn es vorne einmal nicht rund läuft bei den Elfen, wirkte sich das auch diesmal auf die Verteidigung aus. Gleich sieben Mal leisteten die Elfen beispielsweise Beihilfe zu Kontergegentreffern.

Obwohl Nijdam alles versuchte und in der Not sogar Zivile Jurgutyte in die Partie nahm, die er nach ihrer Verletzung eigentlich noch schonen wollte, schafften die Elfen es auch nach der Pause nie, auch nur den Anschein zu erwecken, es könnte so etwas wie eine Aufholjagd möglich sein.

Besonders schmerzhaft war die Pleite dadurch, dass Verfolger Buxtehude siegte und die Elfen vom Europapokalplatz verdrängte. Allerdings gibt es eine gute Nachricht: Bereits am kommenden Wochenende, wenn sie Buxtehude in der Ostermann-Arena empfangen, können die Elfen die Tabelle berichtigen. Nijdam und sein Team sind nun freilich angespornt, die Folgen des Oster-Patzers im direkten Treffen mit dem Konkurrenten wettzumachen.

Elfen Kurzke, Fehr – Berndt (7/5), Jo. Rode (5), Je. Rode (2), Jurgutyte (2), Zschocke (2), Hodel (1), Bruggeman (1), Berger, Potocki, E. Rode, Kämpf, Souza.

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