Handball, Frauen-Bundesliga Elfen knöpfen Metzingen ein Remis ab

Leverkusen · In der Frauenhandball-Bundesliga bringt das Team des TSV Bayer 04 den TuS Metzingen an den Rand einer Niederlage. Am Ende können die Trainer beider Teams mit dem 24:24 gut leben.

 Drei Elfen beim Jubel: Torhüterin Kristina Graovac feiert mit Zivile Jurgutyte und Mia Zschocke (v.l.).

Drei Elfen beim Jubel: Torhüterin Kristina Graovac feiert mit Zivile Jurgutyte und Mia Zschocke (v.l.).

Foto: Miserius, Uwe (umi)

Aktuelle Tabellenvierte liegen den Bundesliga-Handballerinnen des TSV Bayer 04 offensichtlich. Nach dem Sieg gegen Neckarsulm gelang dem Team von Trainer Martin Schwarzwald mit dem 24:24 (9:10) auch gegen den neuen Vierten TuS Metzingen eine Überraschung. An diesem Samstag wollten die Elfen ihren kleinen Lauf eigentlich in Bietigheim fortsetzen. Ein positiver Corona-Fall beim Zweitplatzierten machte den Planungen aber einen Strich durch die Rechnung. Die Partie wurde abgesagt. „Das ist wirklich schade. Wir sind gut drauf und hätten deshalb wirklich gerne gespielt“, sagte der Leverkusener Trainer.

Eine angenehme Auswirkung hat die Absage allerdings schon. Ein spielfreies Wochenende ist angesichts des strammen Programms mit ursprünglich fünf Spielen in 14 Tagen ein echter Bonus. Den gab Schwarzwald gerne an seine Schützlinge weiter. Das Freitagstraining mit einem internen Spiel anstelle der Spielvorbereitung zog er vor und gab dem Team anschließend frei bis zur nächsten Einheit am Montag. „Das haben sie sich auch verdient“, betonte er.

Denn beim Remis gegen Metzingen trotzten sie dem Favoriten einen höchst verdienten Punkt ab und es wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Denn den letzten Angriff bestritten die Elfen – und das größtenteils in Überzahl. Aber ihnen gelang leider kein guter Abschluss mehr. So blieb nur ein letzter Freiwurf bei abgelaufener Spielzeit, mit dem Mia Zschocke in der Mauer hängen blieb.

Es dauerte etwas, bis die erste Enttäuschung dem Stolz auf das Erreichte wich. „Ob das ein gewonnener oder ein verlorener Punkt war? Für beide Sichtweisen gibt es Argumente. Aber unter dem Strich können wir mit dem einen Punkt ganz gut leben“, botonte Schwarzwald. Schließlich habe sein Team lange zurückgelegen und in der ersten Hälfte einige Probleme mit der Metzinger Defensive offenbart.

„Vor der Pause hatten sie uns so gut im Griff, dass wir kaum eine Lösung gefunden haben“, analysierte der Übungsleiter. Dass der Rückstand beim Seitenwechsel nur einen Treffer ausmachte, verdankten die Leverkusenerinnen nur ihrer eigenen ebenfalls guten Abwehr und einer überragenden Kristina Graovac, die im ersten Durchgang jeden zweiten Ball hielt. „Sie hat eine überragende erste Hälfte gespielt und uns mit ihren Paraden im Spiel gehalten“, hob Schwarzwald die Leistung der Torhüterin hervor. Für die Serbin stand nach 60 Minuten eine immer noch beachtliche Quote von 37 Prozent abgewehrter Bälle zu Buche.

In der zweiten Halbzeit verteidigten die Gastgeberinnen weiter gut und fanden auch offensiv besser in die Partie. Selbst zwischenzeitlich zwei Tore Rückstand warfen die Leverkusenerinnen nicht aus der Bahn. So blieb die Begegnung ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen – mit dem schon erwähnten folgerichtigen Ausgang. „Das Unentschieden ist gerecht“, sagte Metzingens Trainerin Edina Rott. Und auch Katarina Pandza – mit 13 Toren die überragende Spielerin beim Favoriten – bescheinigte Bayer ein „Spiel auf Augenhöhe“ und zeigte sich mit dem Punkt zufrieden.

Wie es nach der Spielabsage nun für die Elfen weitergeht, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Denn am Mittwoch stünde normalerweise schon wieder ein Duell mit Bietigheim auf dem Programm – diesmal das nachgeholte Hinspiel in Leverkusen. Erneut verschoben wurde das zwar erst einmal noch nicht. Aber damit ist wohl zu rechnen.

Elfen Graovac, Fehr (bei mehreren Siebenmetern) – Thomaier, Jurgutyte (3), Hinkelmann (1), Sprengers (3/2), Zschocke (1), Kämpf, Bruggeman (2), Polsz, Einarsdottir (2), Huber (5/1), Cormann, Lopes (7).

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