TSV Bayer 04 Leverkusen: Elfen-Kader der Zukunft nimmt Form an

Verlängerungen und ein Zugang : Elfen-Kader der Zukunft nimmt Form an

Die Bundesliga-Handballerinnen des TSV Bayer 04 verstärken sich im Sommer mit den Rückkehrerinnen Prudence Kinlend und Pia Adams. Auch die drei Rode-Schwestern bleiben dem Team von Trainer Robert Nijdam erhalten.

Mit der Gegenwart können die Bundesliga-Handballerinnen des TSV Bayer 04 zufrieden sein. Und parallel zu einer sportlich bislang erfolgreichen Saison stellen die Elfen bereits die Weichen für die Zukunft. Der Kader für die kommende Spielzeit nimmt zunehmend Gestalt an. Die Fans der Leverkusenerinnen können durchaus zuversichtlich sein. Denn obwohl die Konkurrenz die Leistungsträgerinnen mit teilweise deutlich mehr Geld ködert, bleiben die meisten der Begehrten dem Verein treu.

Nach den Nationalspielerinnen Anna Seidel und Mia Zschocke haben nun auch Joanna und Elaine Rode ihre Verträge verlängert. Damit wirbelt auch künftig ein Rode-Trio im Trikot mit dem Bayer-Kreuz. Denn der Kontrakt der ältesten Schwester Jennifer läuft ohnehin noch. Als gerechten Lohn für ein intaktes Umfeld kann auch die Verpflichtung des ersten Zugangs verstanden werden: Rückraum-Ass Prudence Kinlend wechselt sieben Jahre nach ihrem Abschied aus Leverkusen von Frisch Auf Göppingen im Sommer zurück an die alte Wirkungsstätte.

Es stimmt im und um das Team von Trainer Robert Nijdam. Das ist auch bei den Spielen und Trainings zu sehen. Dieses Wohlfühlumfeld vereinfacht auch Vertragsverhandlungen. So haben sich etwa Joanna und Elaine Rode in ihrer ersten gemeinsamen Saison mit Schwester Jennifer gleich gut eingelebt am Rhein. „Ich wollte mir das in Leverkusen alles erst einmal in Ruhe anschauen, und das habe ich getan. Ich fühle mich sehr wohl, bekomme viel Spielzeit und habe längst festgestellt, dass mich die Zeit bei und mit den Elfen einen großen Schritt weitergebracht hat“, erklärt Joanna Rode. Auch ihre jüngste Schwester Elaine findet nur lobende Worte für den TSV: „Ich finde, es passt derzeit alles gut zusammen. Deshalb habe ich unterschrieben.” Dass sie mit der Verlängerung mindestens ein weiteres Jahr mit den beiden Schwestern zusammenspielen kann, hat natürlich auch eine Rolle gespielt.

Große Stücke auf die Elfen hält auch Rückkehrerin Prudence Kinlend, die sich längst zu einer gestandenen Bundesliga-Spielerin entwickelt hat und bei ihrem Ex-Klub in ihrer sportlichen Entwicklung nun den vielzitierten „nächsten Schritt“ gehen möchte. Sie hat keine Zweifel, dass sie in Leverkusen damit an der richtigen Adresse ist. „Ich kenne die Arbeitsweise und Philosophie und kann mich damit komplett identifizieren. Außerdem habe ich auch etwas Heimweh bekommen. Es passt also alles zusammen“, sagt die 26-Jährige. Sie war in Göppingen eine feste Größe und hat in dieser Saison bereits 54 Treffer für Frisch Auf erzielt. Am Dienstag gab der Klub zudem die Rückkehr von Rückraumspielerin Pia Adams bekannt, die derzeit noch für den Kooperationspartner TV Beyeröhde in der 2. Liga aufläuft.

Einziger Wermutstropfen einer an guten Nachrichten reichen Woche ist damit der Abschied von Sally Potocki. Anders als Amelie Berger, die dem Ruf des Geldes nach Bietigheim folgt, kehrt sie jedoch aus privaten Gründen im Sommer in ihre australische Heimat zurück.