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TSV Bayer 04 Leverkusen: Elfen glauben an ihre Chance

Heimspiel gegen TuS Metzingen : Elfen glauben an ihre Chance

Die Bundesliga-Handballerinnen des TSV sind am Sonntag gegen Metzingen klarer Außenseiter. Teammanagerin Jutta Ehrmann-Wolf sieht die Mannschaft dennoch in der Lage, für eine Überraschung gegen den Tabellendritten zu sorgen.

Trainer Robert Nijdam hat inzwischen Erfahrung darin, die Übungseinheiten von Bayers Bundesliga-Handballerinnen mit reduzierter Belegschaft zu absolvieren. Nun war die Situation vor dem Ligaspiel am Sonntag gegen den TuS Metzingen (16 Uhr, Ostermann-Arena) aber eine andere als in den Wochen zuvor, in denen neben den Langzeitverletzten (Jenny Karolius, Anna Seidel und Naina Klein) auch viele weitere Leverkusenerinnen krank oder verletzt aussetzen mussten. Denn dieses Mal war der dünne Trainingskader auch das Resultat der guten Arbeit bei den Elfen. Sie stellten starke Reisegruppen für die Lehrgänge und Partien der deutschen Auswahlteams. „Natürlich ist das für das Training hier vor Ort nicht ideal, aber ich freue mich für die Mädels. Und internationale Einsätze sind außerdem gut für die Weiterentwicklung“, sagte Nijdam.

In Mia Zschocke, Nele Kurzke, Jennifer Rode und Amelie Berger war gleich ein Quartett aus Leverkusen im Einsatz für die Frauen-Nationalmannschaft, die zwei Testpartien gegen die Niederlande bestritt. Bei der 26:29-Niederlage im ersten Treffen in Groningen hatte die eingewechselte Keeperin Nele Kurzke mit einigen Paraden ihren Anteil daran, dass das DHB-Team in der Schlussviertelstunde besser in die Partie fand. Amelie Berger, die bei den Elfen zuletzt Spielzeit an Elaine Rode einbüßte, blieb die einzige Leverkusenerin, die sowohl bei der Niederlage als auch beim 29:28-Sieg im zweiten Duell auf dem Feld stand – und dabei jeweils zwei Treffer erzielte. Keinen Erfolg konnten Aimee von Pereira, Mareike Thomaier und Lili Holste mit der deutschen U19 beim Vier-Länder-Turnier in Ungarn holen. Allerdings zeichnete sich Thomaier mit insgesamt neun Toren in drei Partien als beste deutsche Schützin aus. Auch von Pereira (4 Tore) und Holste (2) trafen.

Nach der Rückkehr an den Rhein werden die Herausforderungen für die Nationalspielerinnen freilich kaum kleiner. Denn zu Gast ist im TuS Metzingen eines der drei Top-Teams der Liga. Und auch wenn es wohl nicht mehr zum Titelgewinn reichen wird, sind die selbsternannten „TuSsies“ auch im zweiten Treffen mit den Elfen klarer Favorit. Im Hinspiel bekamen die Leverkusenerinnen bei ihrer 23:30-Pleite trotz einiger guter Ansätze am Ende deutlich die Grenzen aufgezeigt. Angst vor dem Wiedersehen haben die Elfen jedoch nicht. „Wir freuen uns sehr darauf, uns mit einem starken Gegner messen zu können und werden alles daran setzen, für eine Überraschung zu sorgen“, sagt Teammanagerin Jutta Ehrmann-Wolf.

Und Metzingen hat durchaus Respekt vor Nijdams Team. „Das wird sehr schwierig und ist echt tückisch. Bayer spielt einen schnellen Ball und ist immer gefährlich“, sagt Trainer André Fuhr.