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TSV Bayer 04 Leverkusen: Elfen gehen gestärkt aus Ligapause hervor

Handball, Frauen-Bundesliga : Elfen gehen gestärkt aus der Ligapause hervor

Nach der Bundesliga-Unterbrechung für die Länderspiele geht es für die Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen am Sonntag mit einem Heimspiel gegen Neckarsulm weiter.

Die zweiwöchige Länderspiel- und Nationalteam-Pause in der Bundesliga hat Bayers Handballerinnen spürbar gutgetan. Insbesondere, weil die Elfen jetzt wieder ein strammes Programm mit fünf Spielen in 14 Tagen bevorsteht, das am Sonntag mit einem Heimspiel gegen die Neckarsulmer Sportunion (16 Uhr, Ostermann-Arena, live im Stream auf www.handball-deutschland.tv) beginnt. Deshalb hat Coach Martin Schwarzwald vergangene Woche das Freitagstraining eigens vorgezogen, um seinen Schützlingen eine längere Auszeit über das spielfreie Wochenende zu gönnen. Auch die drei Elfen, die mit Auswahlteams unterwegs waren und unverletzt zurückkehrten, kamen in den Genuss von zwei freien Tagen und sind darum erst kürzlich wieder ins Training eingestiegen.

Für Torhüterin Kristina Graovac ist der Traum von einer Olympia-Teilnahme geplatzt. Mit Serbien unterlag sie beim Qualifikationsturnier im ungarischen Györ dem Gastgeber (23:31) und Russland (24:29). Nur ein Sieg (42:30 gegen Kasachstan) war am Ende zu wenig. Ebenfalls unterwegs waren Zoë Sprengers (bei einer Maßnahme der niederländischen Auswahl) und Sophia Cormann (bei einem Lehrgang der deutschen Juniorinnen).

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Als auch sie schließlich wieder dabei waren, war im Elfen-Training so viel Betrieb wie schon länger nicht mehr. Denn die Nationalspielerinnen Mareike Thomaier und Mia Zschocke sind nach ihren Verletzungspausen ebenso wieder an Bord wie Kreisläuferin Hildigunnur Einarsdottir nach ihrer Knie-Operation. Damit fehlen jetzt nur noch Lilli Holste (Ellenbogen-Verletzung) und die Langzeitverletzte Fanta Keita (Kreuzbandriss). Bei so vielen Teilnehmerinnen aus dem Bundesliga-Kader beorderte Schwarzwald Lea Flohr und Pia Terfloth, die zuletzt ausgeholfen hatten, wieder zurück zu den Junior-Elfen.

Die Genesenen – vor allem Zschocke und Thomaier, die Monate fehlten – sind naturgemäß noch nicht wieder auf dem Stand vor ihrer Zwangspause. Aber schon jetzt sorgen sie für Belebung. Das spürte Schwarzwald bereits in den Übungseinheiten. „Da war viel mehr Zug drin“, sagte er. Und Zschockes Giftigkeit in der Verteidigung scheint wie gemacht für das Duell mit Neckarsulm.

Die Bilanz spricht zwar klar für die Elfen (acht Siege in neun Spielen), aber diese Saison verlor Bayer eines der beiden Duelle (das in der Liga wenige Tage nach dem Pokal-Erfolg in Neckarsulm). In der Tabelle liegt die NSU als Teil der erweiterten Spitzengruppe klar vor den Leverkusenerinnen, die sich im unteren Mittelfeld wiederfinden. „Das wird ein hartes Stück Arbeit und wir müssen wirklich gut verteidigen, wenn wir punkten wollen“, betont Schwarzwald.

Im Auge behalten müsse Bayers Verteidigung insbesondere die Anspiele auf Kreisläuferin Jill Kooij und die guten Rückraumschützinnen Carmen Moser, Lucie-Marie Kretzschmar und Irene Espinola Perez. Der Elfen-Coach erwartet einen Gegner, der „gallig und sehr engagiert“ auftritt – und dessen Stil viel mit der Trainerin zu tun hat. Tanja Logvin, einstige Weltklasse-Handballerin und Mutter von Ex-Elfe Kristina Logvin, versteht es, ihr Team zu motivieren und anzustacheln.

Eine Leverkusener Vergangenheit hat nicht nur die Tochter der Neckarsulmer Übungsleiterin, sondern auch Linksaußen Joanna Rode, die Bayer 04 wie ihre Schwestern Jennifer (bei Spitzenreiter Dortmund, wechselt im Sommer zum Thüringer HC) und Elaine (beim Zweitligisten Sachsen Zwickau) im Sommer verließ.