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TSV Bayer 04 Leverkusen: Elfen empfangen Handball-Topteam des BVB

Handball, Frauen-Bundesliga : Elfen empfangen Topteam des BVB

Das Selbstvertrauen der Handballerinnen ist nach zuletzt zwei Niederlagen in der Bundesliga angeknackst. Am Mittwoch kommt Meisterschaftskandidat Dortmund.

Zwei bittere Niederlagen in Oldenburg und Halle haben den kleinen Höhenflug von Bayers Handballerinnen nach dem Trainerwechsel rüde ausgebremst. Ausgerechnet jetzt wartet die aktuell wohl kniffligste Aufgabe auf Martin Schwarzwald und seine Elfen. Sie empfangen am Mittwochabend Borussia Dortmund zum Nachholspiel in der Ostermann-Arena (Anwurf 19.30 Uhr, live im Stream bei handball-deutschland.tv).

Das Starensemble hat nach dem jüngsten Sieg gegen Koprivnica weiter alle Chancen auf das Viertelfinale in der Champions League, bislang alle zwölf Partien in der Bundesliga gewonnen und wird hochmotiviert sein, mit einem Erfolg in Leverkusen die Tabellenspitze zu übernehmen, an der aktuell noch Bietigheim steht, das bislang zwei Partien mehr absolviert hat.

Hoffnung macht die einzige Niederlage des BVB auf nationaler Ebene. Anfang November schied der Meisterschaftsfavorit durch eine knappe Niederlage in Buxtehude aus dem DHB-Pokal aus. In diesem Wettbewerb kämpfen die Elfen am Sonntag gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten um den Einzug ins Final Four-Turnier.

Mit Blick auf diese Chance spielt das Thema Belastungssteuerung eine große Rolle. Das heißt aber keineswegs, dass die Schwarzwald-Sieben gegen Dortmund nur mit halber Kraft spielen wird. Schließlich wäre eine deutliche Pleite wohl nicht allzu förderlich für die Zuversicht der nach zwei Niederlagen verunsicherten Leverkusenerinnen. „Wir wissen, dass es nicht einfach wird. Aber wir wollen eine möglichst gute Leistung gegen den BVB zeigen, um uns Selbstvertrauen für das Pokalspiel zu holen“, betont der Elfen-Coach.

Fans der Gastgeberinnen werden am Mittwoch wohl etwas Wehmut empfinden, wenn Ex-Elfe Jennifer Rode erstmals im Dortmunder Trikot in die Ostermann-Arena zurückkehrt. Das Rückraum-Ass verließ Leverkusen im Sommer und könnte den Wechsel inzwischen bereuen. Schließlich spielt sie nach Jahren als Führungskraft beim TSV Bayer beim Star-Ensemble des  BVB nur eine  Nebenrolle. Mit mageren sieben Treffern – im Schnitt 0,6 pro Partie – belegt sie in der Torjägerliste der Bundesliga nur Platz 182. Die frühere Torjägerin ist damit Welten  entfernt von ihrer starken Ausbeute der Leverkusener Jahre, durch die sie es bis in die Nationalmannschaft brachte.

Gleich zwölf Dortmunderinnen (und elf Elfen) haben bislang besser getroffen. Und Bayers Torfrau Kristina Graovac hat mit sechs erzielten Toren aktuell nur eins weniger auf dem Konto als die älteste der drei Rode-Schwestern. Ein Wiedersehen mit dem früheren Klub gibt es aber nicht nur für sie. Dortmunds Johanna Stockschlaeder wurde einst in Bayers Nachwuchs ausgebildet. Umgekehrt wurden Leverkusens Svenja Huber und Hildigunnur Einarsdottir beim BVB 2019 ausgemustert, als die Dortmunderinnen begannen, den Kader mit viel Geld kräftig aufzurüsten.