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TSV Bayer 04 Leverkusen: Elfen befinden sich erneut im Umbruch

Handball, Frauen-Bundesliga : Elfen befinden sich erneut im Umbruch

Die Stammkräfte Kristina Graovac, Svenja Huber, Zoe Sprengers und Annefleur Bruggeman verlassen die Bundesliga-Handballerinnen des TSV Bayer 04 zur kommenden Saison. Auf Managerin Renate Wolf wartet viel Arbeit.

Mit drei Siegen und einem Remis aus den sieben Partien unter der Regie von Trainer Johan Petersson befinden sich Bayers Bundesliga-Handballerinnen auf klarem Kurs Richtung Klassenerhalt. Hinter den Kulissen feilt Managerin Renate Wolf momentan mit Hochdruck am Kader für die 47. Bundesligaspielzeit des Rekordmeisters. Schon jetzt ist klar: Die Elfen stehen erneut vor einem größeren Umbruch.

„Ich bin mir sicher, dass wir ein junges, sehr talentiertes Team haben werden“, betont Wolf. Das klingt wie gemacht für Petersson und seine Passion für die gezielte Arbeit mit Talenten und deren Weiterentwicklung. Darum wollen Klub wie Trainer den auslaufenden Vertrag auch gerne verlängern – und sind optimistisch, dass bald Einigung erzielt wird.

Adieu sagen Leverkusen einige Leistungsträgerinnen. Spielführerin Svenja Huber beendet ihre Karriere. Zoe Sprengers wechselt zum Titelkandidaten Borussia Dortmund. Und Annefleur Bruggeman sucht ihr Glück bei der Neckarsulmer Sport-Union. „Wir wünschen ihr nur das Beste. Hoffentlich bekommt sie dort auch die Wertschätzung, die sie verdient hat“, kommentiert die Managerin diesen Wechsel. In dieser Hinsicht hat in den vergangenen Jahren schon manche Spielerin nach dem Wechsel zu einem Ligakonkurrenten bittere Erfahrung gemacht – erinnert sei beispielsweise an Jennifer Rode, die als Nationalspielerin und Elfen-Leistungsträgerin beim BVB kaum Spielzeit erhielt.

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Mit am schwersten wiegt wohl der Abschied von Keeperin Kristina Graovac, die es im Sommer sehr zum Bedauern der Leverkusener Managerin zurück in ihre serbische Heimat zieht. „Sie werden wir menschlich wie sportlich sehr vermissen“, ist Wolf überzeugt. Sie sucht nun nach „einem adäquaten Ersatz“ für die Ausnahme-Torfrau. Die Personalie erfährt durch die Tatsache, dass in Nela Zuzic die andere Torhüterin im Kader nach ihrem gerade erlittenen Kreuzbandriss bis in die neue Spielzeit hinein noch fehlen wird, zusätzliche Wichtigkeit.

Einige Kaderfragen sind noch offen – aber ein Grundgerüst von jungen Spielerinnen mit viel Potenzial steht. Schon früh in dieser Spielzeit hat Jung-Nationalspielerin Mareike Thomaier bis 2024 verlängert. Sophia Cormann, Naina Klein und Emilia Ronge haben noch Vertrag und die Junior-Elfen Viola Leuchter und Pia Terfloth gerade einen Kontrakt für die Bundesliga unterschrieben. Ganz ohne Erfahrung geht es allerdings nicht. Darum war die Freude groß, dass Routinier Zivile „Gigi“ Jurgutyte für ein weiteres Jahr unterschrieben hat.

„Wir wissen, was wir aneinander haben und freuen uns darum sehr, dass sie auch in der kommenden Spielzeit für die Elfen auflaufen wird“, betont Wolf. Sie ist überzeugt, dass die Litauerin „für unser junges Team auch weiterhin eine wichtige Stütze sein wird – auf und neben dem Spielfeld“. Auf diese Rolle scheint auch die gelernte Sportlehrerin große Lust zu haben. „Ich bin sehr dankbar für eine weitere Saison in einer sehr jungen Mannschaft, in der noch so viel Potenzial steckt. Ich bin gespannt auf unsere weitere Entwicklung“, sagte die 34-Jährige. Den Weg wolle sie mitgehen und so viel wie möglich helfen.

Welche neuen Teamkolleginnen sie unterstützen kann, wird sich in Kürze klären.