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TSV Bayer 04 Leverkusen: Dirk Bauermann sagt Giants den Kampf an

Basketball, 2. Liga (Play-offs) : Dirk Bauermann sagt Giants den Kampf an

Als Führender der Play-off-Gruppe treten Leverkusens Basketballer am Montagabend in Rostock an. Trainer Hansi Gnad reagiert entäuscht auf die provokante Kampfansage seines Gegenübers: „Das sollte er nicht nötig haben.“

Mit 85:77 haben die Giants die Rostock Seawolves geschlagen und damit ihren Lauf fortgesetzt. Nach drei von sechs Spielen in den Play-offs der ProA führen Leverkusens Zweitliga-Basketballer ihre Gruppe ohne Niederlage an, während das Team aus Mecklenburg-Vorpommern mit nur einem Sieg hinterhinkt – und am Montag (19.30 Uhr) gewinnen muss, um seine Aufstiegschancen zu wahren. Den Druck vor dem Rückspiel gegen die Giants spürt auch Dirk Bauermann. Die Trainer-Legende ließ sich zu einer Kampfansage hinreißen.

Wie die Deutsche Presse-Agentur meldet, sagte der ehemalige Coach der Giants: „Wir wollen den Leverkusenern zeigen, wer zu Recht Erster und wer zu Recht Fünfter in der Hauptrunde war.“ Der Aussage ist zu entnehmen, wie sehr ihn die Giants, die bereits ihren zweiten Saisonsieg über die Seawolves gefeiert haben, geärgert haben. Ist das Neid und damit die höchste Form der Anerkennung? „Das kann man so sehen“, sagt Leverkusens Trainer Hansi Gnad. „Dabei müssten wir doch eigentlich neidisch sein. Auf das, was in Rostock möglich ist. Wenn sie es sportlich schaffen, werden sie in die Bundesliga gehen.“ Den Giants wird dies mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verwehrt bleiben, zumal der Verein nicht einmal die Lizenz beantragt hat.

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Gnad kann seinen Ärger über die Aussage Bauermanns, unter dem er bereits gespielt hat und später als Co-Trainer tätig war, nicht verhehlen. „Ein Stück weit enttäuscht mich das auch“, sagt der 57-Jährige. „Das sollte er nicht nötig haben. Wir wissen selbst, wo wir herkommen.“ Provozieren lassen wollen sich die Farbenstädter nicht. Sie haben in Rostock ohnehin kaum etwas zu verlieren und agieren in den Play-offs bislang sportlich am Leistungslimit.

„Die Rostocker müssen sich gegen einige unserer Spieler schon etwas überlegen“, ist Gnad überzeugt, dass es schwer wird, zuletzt herausragende Akteure wie Dennis Heinzmann, Haris Hujic oder JJ Mann zu stoppen. „Das wird wieder ein physisches Spiel.“ Bauermann indes will wohl mit seinem Team an das starke dritte Viertel in der Ostermann-Arena anknüpfen, das es mit 24:10 gewann. Es sei eines der besten, wenn nicht sogar das beste Viertel in diesem Jahr gewesen, ließ der Coach verlauten – und schob die Niederlage auf das glücklichere Händchen der Giants am Schluss.

Die Leverkusener Leistungen sind allerdings mehr als nur auf ein wenig Glück in der Endphase zurückzuführen. „Wir haben einen Kader, der einfach unglaublich ausgeglichen besetzt ist“, sagt Gnad. „Die Jungs sind derzeit in der Lage, die richtigen Dinge zum richtigen Zeitpunkt zu machen. Dazu ist sich keiner zu schade, für den anderen in die Bresche zu springen.“ Wenn dann – wie zuletzt – immer wieder andere Spieler herausragen, besiegten die Giants jeden Kontrahenten.

„Alle sind in Rostock dabei“, sagt Gnad mit Blick auf den Kader. „Klar haben einige müde Knochen und das eine oder andere Wehwehchen. Aber das ist natürlich viel einfacher zu verkraften, wenn man so spielt, wie wir es derzeit machen.“