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TSV Bayer 04 Leverkusen: Die Zukunft der Giants ist ungewiss

Saison in der ProA beendet : Die Zukunft der Giants ist ungewiss

Die Basketball-Saison in der ProA ist aufgrund der Corona-Krise beendet. Der TSV Bayer Leverkusen schickt seine US-Amerikaner zurück in die Heimat.

Die Basketball-Clubs in der 2. Liga haben sich auf ein sofortiges Ende des Spielbetriebs in der ProA und ProB verständigt – und mildern mit der Maßnahme den zu erwartenden wirtschaftlichen Schaden für die Vereine zumindest ein wenig. „Nach meiner Information wird bis zum letzten Spieltag bezahlt. Da dieser nun absolviert ist, müssen auch keine Gehälter mehr fließen“, sagt Trainer Hansi Gnad, der mit seinen Bayer Giants vom Abbruch betroffen ist. „Die Situation ist trotzdem wohl für alle Vereine wirtschaftlich gefährlich. Man weiß ja auch nicht, inwiefern Sponsoren von der Krise betroffen sind.“

Sportlich haben sich die Teams darauf verständigt, dass es keine Absteiger gibt. Die beiden derzeitig vorne liegenden Niners Chemitz und Eisbären Bremerhaven bekommen das Aufstiegsrecht. Schalke 04 und Ehingen Urspring dürfen die Liga trotz ihrer Abstiegspositionen halten. „Ob aber alle Mannschaften bleiben und es sich leisten können, weiterhin in der ProA zu spielen, halte ich für fraglich“, sagt Gnad und fügt eine für die Fans der Leverkusener Basketballer erschreckende Botschaft hinzu: „Auch bei uns ist das noch nicht sicher.“

Bis zum Corona-Stopp lief es in der Liga gut für die Giants. Als Fünfter beendet die Mannschaft nun frühzeitig die erste ProA-Saison nach dem Aufstieg. Der mögliche Lohn für die gute Leistung – eine Teilnahme an den Play-offs um den Aufstieg – bleibt indes aus. „Es gibt in diesen Tagen sicherlich wichtigeres als die sportlichen Folgen“, betont Gnad mit Blick auf die sich stetig zuspitzende Virus-Krise. „Aber natürlich ist das bitter für uns und auch aus emotionaler Sicht kein schönes Ende für die Saison.“

Die beiden US-Amerikaner der Mannschaft, Colter Lasher und Nick Hornsby, sollen am Mittwoch nach Hause fliegen. Auch ihr Heimatland ist stark von dem Virus betroffen, die Fallzahlen stiegen in den vergangenen Tagen scheinbar unaufhaltsam an. „Dass sie zurückfliegen können, ist menschlich gesehen das Mindeste, das wir für sie tun können. Sie wollen jetzt natürlich auch zu ihren Familien“, erklärt Gnad. Mit mehreren Umstiegen geht es – nach aktuellem Stand – von Frankfurt aus zurück in die Staaten. Der Coach wird seine beiden US-Spieler selbst zum Flughafen fahren und verabschieden.