TSV Bayer 04 Leverkusen: Die Erfolgswelle der Giants rollt weiter

Heimsieg gegen Tübingen : Die Erfolgswelle der Giants rollt weiter

Mit 94:84 gewinnen die Leverkusener Basketballer gegen Tübingen und feiern damit ihren fünften Zweitliga-Sieg in Serie.

Dennis Heinzmann und Colter Lasher setzten mit ihren Dunks die letzten Akzente eines souveränen 94:84-Heimsieges gegen die Tigers Tübingen. Zwar verpassten es die Hausherren, die ProA-Partie nach einem überwältigenden Start in ruhiges Fahrwasser zu bringen, doch sie hielten die Gäste stets auf etwa zehn Punkten Abstand. „Diesmal mussten wir im Vergleich zu den vorigen Spielen nicht aufholen, sondern haben unseren Rhythmus von Anfang an gehabt“, sagte Trainer Hansi Gnad über den fünften Sieg seiner Mannschaft in Folge.

Die Giants erwischten einen spektakulären Auftakt und dominierten die Tigers Tübingen über weite Strecken der ersten Halbzeit. Zwar fielen die Drei-Punkte-Würfe wie in den vorangegangenen Partien weiterhin nicht besonders zuverlässig, doch die Hausherren ließen den Ball gut laufen und erspielten sich immer wieder hervorragende Gelegenheiten. Mehr als 60 Prozent ihrer Abschlüsse für zwei Punkte saßen, dazu verteidigte die Truppe effektiv.

Auf 36:15 zogen die Leverkusener davon, bevor die Gäste den Lauf unterbrachen. Sie verkürzten auf 31:44, ehe Luca Kahl per Distanzwurf und Colter Lasher nach einem Steal mit Dunk wieder für mehr Sicherheit bei den Giants sorgten. Der Halbzeitvorsprung von 50:33 war sehr komfortabel, doch, dass die Tübinger zu Großem imstande sind, unterstrichen sie direkt nach Wiederanpfiff. Spielend leicht erzielten sie vier Korbleger binnen 100 Sekunden, um auf neun Punkte heranzukommen.

Zum zwischenzeitlich erwarteten Spaziergang wurde die Begegnung für die Giants also nicht, denn die Tigers ließen sich nicht abhängen. Den Hausherren gelang es allerdings, den Abstand bei etwa zehn Punkten Unterschied zu halten. Die circa 1000 Zuschauer in der Ostermann-Arena schienen zu spüren, dass die Mannschaft ihre Unterstützung benötigte. Die akustische Kulisse war beeindruckend – und als Colter Lasher per Dreier auf 66:53 stellte, klang das, als habe er gerade den entscheidenden Korb zum Sieg erzielt.

In den Verwaltungsmodus konnten die Giants auch im letzten Viertel nicht schalten. Sie benötigten immer wieder starke Momente, um die nicht aufgebenden Tübinger am langen Arm zu halten. Kaum hatten die Baden-Württemberger wieder Hoffnung, gaben die Leverkusener die Antwort. Auch fünf Minuten vor dem Ende verkürzten die Gäste noch mal auf acht Zähler. Lasher wirkte, als habe er nur darauf gewartet, um sich bei seinem nächsten Dreier noch mal im Jubel der Fans zu sonnen. Kahl stibitzte die Kugel, Nick Hornsby legte sie zum 83:70 in den Korb. Die Partie hätte wohl noch ein paar Stunden länger gehen können, ohne dass sie kippt. „Die Jungs haben einmal mehr einen super Job gemacht“, lobte Gnad sein Team. „Es ist wirklich unglaublich: Sieben Siege aus zehn Spielen. Ich glaube nicht, dass wir noch unterschätzt werden – egal, von wo wir kommen.“