TSV Bayer 04 Leverkusen: Der Aufstieg ist für die Giants zum Greifen nah

Play-offs der ProB : Der Aufstieg ist für die Giants zum Greifen nah

Am Samstag starten Trainer Hansi Gnad und sein Team ins Halbfinale der Play-offs gegen LOK Bernau. Es ist die letzte harte Prüfung der Saison.

In der Ostermann-Arena haben die Bayer Giants in dieser Saison alle Spiele gewonnen. Wenn das so bleibt, wird das Team von Trainer Hansi Gnad den Sprung in die ProA schaffen. Denn auch im Play-off-Halbfinale der ProB gegen LOK Bernau haben die Leverkusener Basketballer in zwei von maximal drei Partien Heimrecht. Überstehen die Giants diese Runde, steigen sie in die ProA auf.

Die Hürde ist jedoch hoch, denn LOK Bernau ist die Ausbildungsmannschaft von Alba Berlin. Mit dem 17-jährigen Franz Wagner steht der jüngere Bruder von Moritz Wagner im Kader. Der hat in dieser Saison sein NBA-Debüt bei den Los Angeles Lakers gefeiert. „Und es sieht so aus, dass Franz sogar noch besser sein könnte“, sagt Giants-Trainer Hansi Gnad. Bei Alba kommt Wagner regelmäßig zum Einsatz, so dass sein Mitwirken im Bernauer ProB-Team unsicher ist. Denn die Berliner treffen am Freitag im EuroCup-Finale auf Valencia. Ein mögliches drittes Spiel würde bereits am Montag in Spanien ausgetragen.

Mit dem Rest des Bernauer Kaders rechnet Gnad aber fest zur ungewohnten Startzeit Samstagnachmittag um 15 Uhr. Die wurde notwendig, weil die Volleyballerinnen des TSV Bayer am Abend noch ihr Ligaspiel in der Halle bestreiten. „Deshalb werden wohl nicht ganz so viele Fußballfans wie zuletzt in der Halle sein“, vermutet Gnad. Zudem sei zeitgleich das Auswärtsspiel der Werkself in Stuttgart. Seine Hoffnung auf hervorragende Stimmung ist trotzdem groß. „Was das für einen Unterschied macht, haben wir gegen Oldenburg gesehen. Die Atmosphäre hat uns getragen.“

Abhängig wollen sich die Giants davon freilich nicht machen, doch der Kader ist geschwächt. Dennis Heinzmann fällt mit einem gebrochenen Wadenbein aus. Dazu hat Gnad Ron Mvouika suspendiert. Die Fans staunten am vergangenen Samstag, als der Franzose fehlte. Einen Tag später vermeldete Bayer offiziell das Ende des 27-Jährigen in der Mannschaft – die Gründe jedoch blieben intern.

10,6 Punkte erzielte der Basketballer im Schnitt. Daher ist davon auszugehen, dass der Rauswurf keine Kurzschlussreaktion war. Konkret wird der Coach nicht. „Es war eine Sache zu viel. Es langte einfach“, sagt er. Auch die Mannschaft habe dem Franzosen keine hundertprozentige Rückendeckung mehr gegeben. „Es ist keine Entscheidung, die nur von einer Seite ausging, aber ich nehme sie natürlich voll auf meine Kappe.“

Sportlich wiegt Heinzmanns Ausfall stärker. Der Center war ein Garant für Rebounds und einfache Punkte unter dem Korb. „Es wird schwer, sein Fehlen zu kompensieren“, sagt Gnad. „Der Druck ist groß, denn wir müssen davon ausgehen, dass alle Halbfinalisten aufsteigen wollen.“ Der Finaleinzug berechtigt zum sicheren Sprung in die ProA. Um den zu schaffen, müssen die Giants LOK Bernau zwei Mal besiegen. Das Ziel ist zum Greifen nah. Der größere Druck im ersten von maximal drei Duellen lastet naturgemäß auf dem Heimteam.

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