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TSV Bayer 04 Leverkusen: Bundesliga-Vertrag für Kim Lara Hinkelmann

Zugang für die Elfen : Eigengewächs erhält Bundesliga-Vertrag

Die Verletzung von Kreisläuferin Hildigunnur Einarsdottir hat zur Beförderung von Kim Lara Hinkelmann bei Bayers Handballerinnen geführt. Sie treten in Mainz an – und Trainer Michael Biegler warnt davor, den Aufsteiger zu unterschätzen.

Die zwei Wochen Pause nach der Niederlage gegen Spitzenreiter Borussia Dortmund kamen für Bayers Handballerinnen genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn einen Tag nach dem Nachbarschaftsduell kam Michael Biegler aus dem lange geplanten Urlaub zurück. Und seitdem arbeiten der Ex-Bundestrainer und Geschäftsführerin Renate Wolf als Duo mit Volldampf mit den Elfen – unterstützt von Abteilungsleiter Andreas Thiel, der weiter für die Torhüterinnen verantwortlich zeichnet. Vor dem Spiel bei Aufsteiger Mainz (Sonntag, 16 Uhr) sieht „Beagle“ das Team zwar schon auf einem guten Weg, aber noch an dessen Anfang. „Alle ziehen richtig gut mit und arbeiten fleißig und akribisch“, versichert der frühere DHB-Coach.

Aber insgesamt sei die Weiterentwicklung ein sehr intensiver Prozess, der viel Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Zusammen mit Wolf hat Biegler eine ganze Reihe von kleinen wie großen Punkten ausgemacht, an denen das neue Trainergespann nun feilen möchte. „Das ist ein Spagat, denn gleichzeitig wollen wir natürlich auch dem aktuellen Spielbetrieb gerecht werden“, sagt er. Und dort wartet eine Aufgabe auf die Leverkusenerinnen, die anspruchsvoller sein könnte, als es auf den ersten Blick scheint.

Denn die „Meenzer Dynamites“ haben gerade erst in Bad Wildungen gewonnen, wo es nach Bieglers Einschätzung „alles andere als einfach ist, etwas mitzunehmen“. Das zeigt nicht nur das Potenzial des Liganeulings, sondern sorgt in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt auch für reichlich Selbstvertrauen. „Die haben jetzt richtig Oberwasser“, warnt der Elfen-Coach und mahnt neben einer starken Abwehrleistung und einem guten Rückzugsverhalten auch einen gewissen Respekt für den gefährlichen Außenseiter an.

Nicht einfacher wird die Aufgabe durch die schlechten Nachrichten aus der Trainingswoche. Prudence Kinlend ist krankgeschrieben, und auch Mareike Thomaier meldete sich ab. Ohnehin fehlen bereits die Langzeitverletzte Jennifer Kämpf und – noch einige Wochen – Hildigunnur Einarsdottir. Die Verletzung der Kreisläuferin, deren Knie-Operation Anfang Januar gut verlaufen ist, hat derweil zur Beförderung von Kim Lara Hinkelmann geführt.

Die Junioren-Nationalspielerin gehörte schon bei den vergangenen Partien fest zum Kader und unterschrieb nun auch einen Bundesliga-Vertrag. „Sie hat sich in den vergangenen zwei Jahren wirklich toll entwickelt und verdient diese Chance“, betont Renate Wolf. Diesen Vertrag hat Hinkelmann schon seit Jahren im Visier. „Davon habe ich seit meinem ersten Training bei den Minis geträumt“, erinnert sie sich an den Start ihrer Karriere im Verein.

Große Träume bei den Elfen hatte einst auch Elisa Burkholder, die mit den „Meenzer Dynamites“ nun auf ihren Ex-Klub trifft. 2014 wechselte sie zu Bayer 04, wurde mit den Junior-Elfen Meister und Vize-Meister. Aber für eine dauerhafte Zukunft im Bundesliga-Team reichte es damals nicht – auch aufgrund einer schweren Verletzung. 2017 wechselte Burkholder darum zum damaligen Zweitligisten nach Mainz, wo sie bis heute eine feste Größe ist.