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TSV Bayer 04 Leverkusen: Bilanz gegen NSU spricht klar für die Elfen

Handball, Frauen-Bundesliga : Die Bilanz gegen Neckarsulm spricht für die Elfen

Von bislang zehn Aufeinandertreffen haben die Bundesliga-Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen neun gegen die Neckarsulmer Sport-Union gewonnen.

Das Engagement von Martin Schwarzwald bei Bayers Handballerinnen zwang den Trainer vergangene Saison zu Improvisationsgeist. Auch in der noch jungen aktuellen Bundesliga-Spielzeit bleibt der Elfen-Coach nicht vor personellen Rückschlägen verschont. Schon damals verkniff er sich Klagen über das Verletzungspech. „Das bringt doch nichts. Wir versuchen jetzt, das Beste aus der Situation zu machen und konzentrieren uns nur auf die Spielerinnen, die auch zur Verfügung stehen“, sagt der 35-Jährige. Diese Einstellung kommt ihm auch vor dem Spiel am Samstag bei der Neckarsulmer Sport-Union (18 Uhr, Ballei, live im Stream auf handball-deutschland.tv) zugute.

Ganz so schlimm wie im Saisonfinale vor einigen Monaten ist die Situation nicht. Ärgerlich ist die erneute Serie von schweren Verletzungen aber allemal. Schon in der Vorbereitung erwischte es Fanta Keita (Kreuzbandriss) und Svenja Huber (Muskelbündelriss), nach dem ersten Pflichtspiel Mariana Ferreira Lopes (Kreuzbandriss) und nun fehlt auch noch Marija Kaludjerovic. Die montenegrinische Kreisläuferin verletzte sich bei der knappen Niederlage gegen den Thüringer HC und fällt wegen eines doppelten Bänderrisses im linken Knöchel vorerst aus.

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„Neckarsulm ist eine große Hürde für uns, zumal in der aktuellen Personallage. Aber wir werden gut vorbereitet sein und hoffen, mit unserem Matchplan etwas Zählbares mitzunehmen“, betont Schwarzwald. Der zeigte sich beeindruckt vom Videostudium des Neckarsulmer Erfolgs in Bensheim: „Das war ein sehr überzeugender und dominanter Auftritt.“ Aufgefallen sind ihm dabei neben dem Tempospiel der NSU unter anderem die starke Sarah Wachter im Tor, das gute Zusammenspiel von Rückraum-Ass Irene Espinola Perez mit Kreisläuferin Jill Kooij und Spielmacherin Lynn Knippenborg.

Gut eingefunden hat sich in der Stadt unweit von Heilbronn und nahe der namensgebenden Mündung der Sulm in den Neckar auch eine Ex-Leverkusenerin. Von den Junior-Elfen zog Johanna Stockschläder nach dem Gewinn des Nachwuchs-Meistertitels 2013 weiter. Seit April ist sie Nationalspielerin und wechselte im Sommer als Deutsche Meisterin (mit Dortmund) ins nördliche Baden-Württemberg. Dort folgte die Linksaußen auf eine weitere Ex-Elfe (Joanna Rode, die wegen einer Knieverletzung eine Karrierepause eingelegt hat) und ist auf dem besten Weg zum Publikumsliebling.

Die Bilanz beider Teams spricht für den TSV Bayer. Von zehn Ligaspielen haben die Rheinländerinnen neun gewonnen. Die einzige Niederlage ist allerdings noch in guter Erinnerung, setzte es sie doch vergangene Saison beim Auswärtsspiel. In der Vorbereitung kreuzten sich die Wege im Halbfinale des Turniers in Bensheim, das die Schwarzwald-Sieben wie das Finale gegen Blomberg für sich entschied.