TSV Bayer 04 Leverkusen: Basketballer feiern gegen Schwenningen einen Sieg des Willens

Sechster Erfolg nach dem Aufstieg : Basketballer feiern gegen Schwenningen einen Sieg des Willens

Rund 1000 Fans in der Ostermann-Arena peitschen das Zweitliga-Team der Giants zum 90:81-Erfolg gegen die Panthers Schwenningen.

Als Zugang Sheldon Eberhardt seine Punkte 15, 16 und 17 mit dem letzten Leverkusener Wurf erzielt, liegen sich die Zuschauer bereits in den Armen. Die Giants hatten gegen die Panthers Schwenningen ein Mal mehr einen deutlichen Heimvorteil und feierten beim 90:81 ihren sechsten Zweitliga-Sieg in der Ostermann-Arena in Serie. Das ProA-Duell hatte bis drei Minuten vor Schluss auf des Messers Schneide gestanden.

Einen offenen Schlagabtausch boten sich beide Teams in der ersten Halbzeit. Weder Leverkusen noch Schwenningen gelang es, deutlich davonzuziehen. Während die Giants bei den Rebounds und Drei-Punkte-Würfen die Nase vorn hatten, waren die Gäste aus der Nahdistanz erfolgreicher. Die 40:39-Führung zur Pause gab zwar keine Sicherheit, sorgte aber dennoch für Zuversicht bei den rund 1000 Zuschauern.

Die wurde nach Wiederbeginn zunächst ein wenig getrübt. Zwar trafen Valentin Blass und Eberhardt aus der Distanz, doch plötzlich drehten auch die Gäste von der Drei-Punkte-Linie auf. Vier erfolgreiche Versuche in Serie brachten sie mit 58:50 in Führung. Zum ersten Mal mussten die Hausherren aufholen – und machten dies angeführt von Marian Schick, der in der Phase fünf Punkte markierte. Ergänzt durch einen Dreier von Michael Kuczmman stand es schnell 58:58.

Den 8:0-Lauf bauten die Giants sogar auf 13:0 aus. Aber auch die Schwenninger ließen nicht abreißen und glichen vor dem letzten Viertel wieder auf 63:63 aus. Nachdem Tim Schönborn aus der Distanz getroffen hatte, fehlte den Giants aber wie schon häufig in dieser Saison das sichere Händchen aus der Distanz.

Die Gäste nutzten diesen Vorteil kaum. Selbst wenn sie den Rebound bekamen, setzten sie wenig Akzente. Ein Dreier mit anschließendem Freiwurf tat den Giants zwar weh, doch sie kompensierten es – durch einen starken Colter Lasher, der einfache Punkte machte, oder später Nick Hornsby, der wieder einen Distanzschuss traf. So kam es, wie es kommen musste: Das Duell wurde in den letzten Minuten entschieden.

Drei Minuten standen auf der Uhr, als Dennis Heinzmann ein Monster-Block gelang und Lasher auf der anderen Seite auf 80:77 stellte. „Defense, Defense“, schallte es durch die Halle. Fans und Mannschaft wollten diesen Sieg nun unbedingt. Und sie bekamen ihn. Celebic holte den Rebound, Eberhardt versenkte die Kugel zum 83:77. Schwenningen nahm eine Auszeit, doch es half nichts mehr.

„Ich bin natürlich zufrieden“, sagte Trainer Hansi Gnad und nannte einen Grund für den Sieg: „Wir hatten am Ende mehr Sprit im Tank. Dadurch, dass wir so tief rotieren, kann ich den Jungs, die so ein Spiel am Schluss entscheiden können, zwischendurch mal eine Pause gönnen. Das hat geklappt.“

Giants Lasher (23), Eberhardt (17), Celebic (11), Schick (8), Schönborn (8), Hornsby (8), Kuczmann (6), Heinzmann (4), Blass (3), Edigin (2), Kahl, Selimovic.