Leichtathletik: TSV-Athleten bangen um Paralympics-Teilnahme

Leichtathletik : TSV-Athleten bangen um Paralympics-Teilnahme

Elf Leichtathleten des TSV Bayer 04 haben bisher die Norm für die Paralympics (29. August bis 9. September) erfüllt. Möglichst soll David Behre das Dutzend noch voll machen. "Wir hoffen darauf, dass er sich über 200 Meter qualifizieren kann", sagt Geschäftsführer Jörg Frischmann.

Es ist aber noch nicht abzusehen, wer aus seiner Behindertensport-Abteilung tatsächlich zu den Spielen in London fahren darf. Denn es zeichnet sich ab, dass längst nicht alle, die die sportlichen Kriterien erfüllt haben, über den Ärmelkanal reisen werden. "Bislang sind für die deutsche Mannschaft 33 Plätze vorgesehen", führt Frischmann aus. "Aber schon mehr als 40 haben die Norm erfüllt, von denen einige hinten runter fallen werden." Klarheit besteht am 21. Juli, wenn der Paralympics-Kader vorgestellt wird.

Es bleibt den Behindertensportlern also noch ein Monat Zeit, um sich aufzudrängen für die Spiele. Vor allem die am Sonntag beginnenden Europameisterschaften in Stadskanaal bieten sich als gute Möglichkeit an, sich durch Leistungssteigerungen zu empfehlen. Insgesamt gehen zehn Leverkusener in den Niederlanden an den Start. Eine weitere Gelegenheit gibt es am 13. Juli, wenn der TSV sein Sportfest ausrichtet.

Während einige ihrer Vereinskollegen noch um den Auftritt auf der ganz großen Sportbühne bangen müssen, haben fünf Leverkusener nun Gewissheit, dass sie bei der Junioren-WM mit von der Partie sein werden. Diese wird vom 17. bis 22. Juli im tschechischen Olmütz ausgetragen: Neben Frederik Heinze, Leon Schäfer, Julian Steggink und Timur Huseni wurde auch Trainerin Helena Hermanns nominiert. "Für unsere Athleten geht es vor allem darum, internationale Erfahrungen zu sammeln", sagt Frischmann.

(RP/rl)