Fußball : SVS sucht den neuen Fritzinger

Fast wäre es vollzählig gewesen, das Team des SV Schlebusch. Zum Trainingsauftakt fehlte beim Fußball-Landesligisten nur Hajredin Bedzeti als einziger Akteur aus dem 21-Spieler-Kader. Allerdings vermisste der Zuschaur noch eine nicht ganz unwichtige Person: Trainer Thomas Rennette. Nach dem späten Klassenerhalt in der Vorsaison ist der Coach jedoch nicht etwa zurückgetreten. Nein, er weilt noch bis Anfang August im wohlverdienten Urlaub, bis dahin übernimmt Assistent Stefan Müller die Leitung des Trainings.

"Kontinuität in Verein und Team"

Für beide Seiten stellt dies jedoch kein Problem dar, gehen sie doch bereits in das fünfte gemeinsame Jahr beim SVS. "Diese Kontinuität im Verein zeigt sich auch in unserer Mannschaft", sagt Müller und beschreibt damit den Umstand, dass sich das Team in den vergangenen Jahren immer nur punktuell verändert hat. So haben die Schlebuscher zur neuen Saison auch nur vier Akteure verlassen, wobei sich unter den Abgängen mit Ercan Demircan (SC Leichlingen) nur ein "echter" befindet. Sascha Gärtner (Karriereende) und Martin Paul (Pause) zollen ihren Verletzungen Tribut, Falko Fritzinger wird für ein Jahr wegen eines Studiums in Göttingen fehlen. Zwar trainierte Fritzinger am Dienstag noch mit der Mannschaft, ab dem 15. August ist der Torjäger jedoch entgültig weg. "Ihm weinen wir natürlich die ein oder andere Träne nach", gibt Müller zu. Große Hoffnungen, in Fritzinger Vollstrecker-Fußstapfen zu treten, setzt der Co-Trainer des SVS in Michael Urban.

Keine klassischen Waldläufe

Neu hinzu gekommen sind indes Dennis Hill, Vali Tsaprantzis, Stefan Lorenscheidt, Matthias Springstein und Daniel Heuser aus der zweiten Mannschaft. Sie können sich in den Wochen der Vorbereitung auf viele Übungen mit Ball freuen, ist das Trainergespann doch keine Verfechter von klassischen Waldläufen. Zudem wird der Fokus darauf liegen, "dass wir uns im technisch-taktischen Bereich verbessern", sagt Müller. All die Bemühungen sollen schlussendlich dazu führen, dass die Schlebuscher ihr gesetztes Ziel, unter die ersten zehn in der Tabelle zu kommen, erreichen und nicht wieder bis zum Ende zittern müssen.

(RP)