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SV Schlebusch will schneller und cleverer umschalten

Fußball-Landesliga : SV Schlebusch will schneller und cleverer umschalten

SVS-Trainer Stefan Müller will in der Vorbereitung auf die Rückrunde in der Landesliga vor allem taktisch neu auftreten. In Nick Rohrbeck hat ein Spieler den Klub im Winter verlassen. Neu dabei ist ein ehemaliger Angreifer des SV Bergfried.

Die zweite Saisonhälfte beginnt für die Fußballer vom SV Schlebusch erst Anfang März. Das Training hat der ambitionierte Landesligist aber schon in diesen Tagen wieder aufgenommen. „Der Grund dafür sind auch die Hallenturniere. Insgesamt ein wenig mehr Zeit zu haben, ist auch nicht verkehrt“, sagt Trainer Stefan Müller. Er will seine Mannschaft vor allem taktisch neu aufstellen. Aus seiner Erfahrung heraus müsse der SVS schneller und intelligenter umschalten, zudem zwischen verschiedenen Systemen einfacher wechseln können. „Das wird ein Prozess, der einige Zeit dauern wird.“

Am vergangenen Wochenende stand der „Oberbergische Budenzauber“ in Derschlag auf dem Programm. Für den einstigen Turniersieger war allerdings schon nach der Hinrunde Endstation. Für Schlebusch reichte es noch zu einem 1:0-Erfolg gegen den Gastgeber, doch ein 1:11 gegen den Ligakonkurrenten SSV Homburg-Nümbrecht sowie ein 2:8 gegen den späteren Turniersieger SG Finnentrop-Bamenohl bedeuteten das vorzeitige Aus.

„Die Mannschaft trat extrem ersatzgeschwächt an, selbst Co-Trainer Nico Hartl musste mitspielen“, erklärte Müller. Er wollte dem Abschneiden keine besondere Bedeutung beimessen. In dieser Woche geht es darum, den Kader wieder aufzufüllen, denn am Sonntag sind die Schlebuscher beim Nachbarn und A-Ligisten Genclerbirligi zu Gast. Der Klub aus Opladen richtet in der Halle des Werner-Heisenberg-Gymnasiums sein eigenes Turnier aus. „Uns ist wichtig, dass wir uns auch in Leverkusen zeigen. Und da ist das eine gute Gelegenheit“, betont Müller. Schlebusch hatte sich vor der Saison mit Mustafa Uzun, der von Genclerbirligi kam, verstärkt.

Im Winter hat sich der Kader des Landesligisten nun erneut verändert. Angreifer Nick Rohrbeck hat sich nach über fünf Jahren aus beruflichen Gründen verabschiedet und wird sich aller Voraussicht nach dem direkten Konkurrenten SSV Merten anschließen. Die Lücke schließen soll Sebastian Bamberg, der von Deutz 05 nach Leverkusen zurückkehrt. Der 23-jährige Stürmer dürfte vor allem noch aus seiner Zeit beim SV Bergfried bekannt sein, wo er zu den erfolgreichsten Torjägern gehörte. Müller zufolge wusste der Klub schon seit einiger Zeit über die Wechselabsichten Rohrbecks Bescheid und konnte so in aller Ruhe den Markt sondieren.

Ab dem 19. Januar starten die Schlebuscher dann auch in die Testspielphase. Zunächst geht es daheim gegen den Bezirksligisten TuS Marialinden, am 25. Januar empfängt das Team den Mittelrheinligisten Siegburger SV. Vier weitere Partien runden eine intensive Vorbereitung ab, in der der Tabellenzweite den Grundstein legen will, um in der Liga noch lange vorne mitzuspielen. „Das ist und bleibt unser Ziel“, betont der Übungsleiter.