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SV Schlebusch und SV Bergfried unterstützen den Verbandsentschluss

Fußball in der Region : Fußballtrainer unterstützen Beschluss zum Abbruch der Saison

Die Fußballverbände Mittelrhein und Niederrhein haben die Saison annuliert. Offen bleibt die Frage der Pokalwettbewerbe und des Vorbereitungsstarts für die nächste Spielzeit.

Beinahe parallel haben die Fußballverbände Mittelrhein (FVM) und Niederrhein (FVN) am Montag ihre Entscheidung verkündet: Die aufgrund der Corona-Pandemie seit November unterbrochene Saison 2020/21 wird nicht fortgesetzt und mit sofortiger Wirkung beendet. Der Beschluss umfasst alle Ligen im Herren-, Frauen- und Jugendbereich. Da die für eine sportliche Wertung erforderliche Anzahl an Spielen nicht mehr erreicht werden kann, wird die Spielzeit annulliert. Meister, Auf- oder Absteiger gibt es nicht. Noch unklar ist, wie es bei den Pokalwettbewerben weitergeht.

Stefan Müller, Trainer des Landesligisten SV Schlebusch, nimmt das Urteil des Verbandes „sehr wohlwollend“ zur Kenntnis. „Die Entscheidung kam schon relativ spät und ich glaube, alle Beteiligten hätten sich über eine frühere Bekanntgabe gefreut. Trotzdem bin ich froh, dass es jetzt raus ist“, sagt der 40-Jährige. Er zeigte allerdings auch Verständnis dafür, dass sich die Verantwortlichen in dieser „wichtigen Frage“ Zeit gelassen haben.

Für Hannes Diekamp, Trainer des Kreisligisten SV Bergfried, ist der Abbruch der Saison überfällig gewesen. „Aufgrund der aktuellen Situation ist es der einzig logische Schritt“, betont der 33-Jährige. Er richtet den Blick auf die neue Saison: „Die Vorbereitungen auf die Vorbereitung sind im vollen Gange“, sagt Diekamp. Über mögliche Testspiele habe er bereits mit anderen Trainern gesprochen. Eine konkrete Terminplanung gestaltet sich indes freilich weiterhin schwierig – schließlich weiß noch niemand, wann die Vorbereitung starten kann.

Weder der FVM noch der FVN haben bisher einen Rahmenterminkalender erstellt, weshalb es auch noch kein konkretes Vorbereitungsziel für die Vereine gibt. „Momentan plant man ein wenig ins Nirvana, aber das geht nun mal allen so“, sagt SVS-Coach Müller. Er hofft, dass es nach den Sommerferien weitergehen kann. „Bis dahin plane ich erst einmal mit einem großen Fragezeichen.“