Amateurfußball in der Region : SVS startet mit Training in Kleingruppen

Als einer der ersten Amateurklubs nimmt der Fußball-Landesligist SV Schlebusch am Montag wieder das Training auf. Beim FC Leverkusen und dem SV Bergfried müssen sich Spieler und Verantwortliche noch gedulden.

Seit einigen Tagen hat die Politik der Bevölkerung weitere Lockerungen im Umgang mit der Corona-Krise zugestanden. Davon betroffen sind natürlich auch die heimischen Fußballvereine. Wir geben einen Überblick.

SV Schlebusch Der Landesligist aus Leverkusen hat sich umgehend mit dem Maßnahmenkatalog beschäftigt und nimmt am Montag mit der ersten Mannschaft wieder den Trainingsbetrieb auf. In Kleingruppen soll ab sofort wieder täglich auf der Sportanlage Im Bühl trainiert werden. Chefcoach Stefan Müller teilt sich die Arbeit mit seinen Assistenten Nicolas Hartl und Kristian Fischer auf. „Für uns im Verein bedeutet das einen hohen Mehraufwand“, sagt Müller. „Dennoch sind wir froh, dass wir wieder unserem Sport nachgehen können.“ Die Erfahrungen, die die Senioren machen, sollen zudem dabei helfen, den anderen Mannschaft im Verein ebenfalls eine baldige Rückkehr auf den Rasen zu ermöglichen.

Mit Blick auf die Wiederaufnahme der Meisterschaft hat sich der Fußball-Verband Mittelrhein zuletzt geäußert, allen Vereinen eine zweiwöchige Vorlaufzeit zu geben. An einen reibungslosen Ablauf glaubt Müller jedoch nicht – zumal auch die Abstimmungsergebnisse über einen möglichen Abbruch der Spielzeit überaus knapp waren. „Ich beneide niemanden in den Entscheidungspositionen“, sagt der Coach. Derweil ist klar, dass Yannick Raufeiser den Klub verlässt. Den 27-Jährigen, der in den Senioren bislang ausschließlich das Trikot des SVS getragen hat, zieht es zum aktuellen Oberliga-Zweiten 1.FC Monheim. Noch ist allerdings offen, wann der Wechsel vollzogen werden kann.

FC Leverkusen Während in Schlebusch wieder trainiert werden kann, müssen sich die Spieler des Bezirksligisten aus Leverkusen noch mindestens eine Woche gedulden, da die Anlage am Birkenberg zunächst gesperrt bleibt. „Zum Glück können sie sich aber auf anderen Wegen fithalten“, sagt FCL-Klubchef und Trainer Michael Kunz. Er geht nicht davon aus, dass die Saison vor dem 1. September wieder aufgenommen wird. Die Pläne des Verbandes sehen vor, die verbliebenen Spieltage bis Ende des Kalenderjahres abzuschließen – und 2021 dann in eine neue und eventuell verkürzte Saison zu starten.

„Es ist sicherlich nicht einfach, im Moment das Richtige zu tun. Von daher kann ich auch verstehen, dass man es sich von Seiten des Verbandes die Optionen so lange wie möglich in sämtliche Richtungen offenhalten möchte“, sagt Kunz.

SV Bergfried Leverkusen Beim A-Ligisten sind die Trainer umfassend über die Veränderungen unterrichtet worden. Der Plan ist, kommende Woche auf dem Sportplatz trainieren zu können. „In erster Linie ist es wichtig, dass wir alle mit dem aktuellen Thema vertraut sind und uns dementsprechend verhalten werden“, sagt der Sportliche Leiter Markus Müller. Der gesamte Verein sei mit der Situation bislang „hervorragend umgegangen. Und ich bin mir sicher, dass wir das auch im Trainingsbetrieb so gut hinbekommen werden.“