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SV Schlebusch orientiert sich mit Dirk Dreher als Trainer in Ruhe neu

Fußball in Leverkusen : SVS orientiert sich in Ruhe neu

Nach dem unerwarteten Trainerwechsel am vergangenen Spieltag setzt der Landesligist SV Schlebusch bis zum Saisonende auf Dirk Dreher als Interimslösung. Der FC Leverkusen sehnt derweil das Saisonende herbei.

Fußball-Landesliga: FV Wiehl – SV Schlebusch. Die Nachricht sorgte für einigen Wirbel: Gerade hatten die Schlebuscher Fußballer einen beeindruckenden 8:1-Heimsieg gegen das abgeschlagene Schlusslicht aus Windeck gefeiert, da verkündete Marcel Müller nach gerade einmal zehn Partien im Amt seinen Rücktritt. Aus beruflichen und privaten Gründen könne er den Aufwand, einen Landesligisten zu trainieren nicht mehr stemmen, begründete Müller den überraschenden Schritt.

Die SVS-Verantwortlichen waren zum Handeln gezwungen und sie entschieden sich für die naheliegende Interimslösung Dirk Dreher. Bereits von 1994 bis 2001 war der Vorsitzende als Trainer für die Schlebuscher aktiv. Er feierte in dieser Zeit zwei Aufstiege und zählt damit zu den erfolgreichsten Übungsleitern in der Vereinshistorie. „Ich übernehme jetzt die letzten vier Spiele bis zum Saisonende. Dadurch gewinnen wir Zeit, in aller Ruhe einen Trainer für die neue Saison zu finden“, sagt Dreher, der seinem Team in erster Linie den Spaß zurückbringen möchte.

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Ganz aus der Pflicht will der Übergangscoach die Spieler aber nicht nehmen. Aus seiner Sicht seien sie mitschuldig an der Situation. Nun gehe es darum, den Teamgeist und das Bewusstsein, dass alle im gleichen Boot sitzen, zu schärfen. Ins Trainerteam dazugestoßen ist Ralf Job, der bereits unter anderem für die Kreisligisten SSV Lützenkirchen und VfL Witzhelden tätig war.

Am Sonntag (15.15 Uhr) geht es für die Schlebuscher zum Tabellenzehnten nach Wiehl. „Wir werden jetzt keine atemberaubenden Dinge tun oder großartig etwas ändern. Bei uns liegt definitiv nichts in Schutt und Asche – es geht um Kleinigkeiten“, betont Dreher. Tim Breddemann nahm diese Woche nach überstandener Verletzung die Trainingsarbeit wieder auf, dazu sollen Akteure aus der zweiten Mannschaft und der A-Jugend den Kader auffüllen. 

Bezirksliga: FC Leverkusen – FC Hürth II. Vier Partien haben die Leverkusener noch zu absolvieren. Sowohl Mannschaft als auch Trainerteam sehnen das Saisonende herbei. Platz drei ist zwar bei vier Punkten Rückstand noch in Reichweite, doch auf Rang zehn ist es aktuell auch nur ein Zähler Vorsprung. „Es geht für uns um nichts mehr, daher wollen wir schon ein paar Dinge für die kommende Spielzeit ausprobieren. Ich kann nur hoffen, dass die Jungs noch einmal Gas geben und sich anders als zuletzt präsentieren“, sagt Trainer Lukas Beruda.

Am Sonntag (15.15 Uhr) empfängt der FCL auf dem Birkenberg den Tabellennachbarn aus Hürth. Mit einem Sieg könnte das Team am direkten Konkurrenten vorbeiziehen. Aus dem Hinspiel haben die Leverkusener noch eine Rechnung offen. Im November 2021 gab das Team eine 2:1-Führung aus der Hand und musste sich erst in der Nachspielzeit nach einem späten Gegentor denkbar knapp mit 2:3 geschlagen geben. 

Der in der Winterpause verpflichtete Coach kann für die anstehende Begegnung auf das gleiche Personal wie in der Vorwoche zurückgreifen. Vor allem in der Innenverteidigung muss aber erneut improvisiert werden, denn in Ibrahim Rama, Alexandros Leontaridis, Jan Ruhnau-Geuenich und Patrick Paffrath fallen weiter vier wichtige Kräfte aus. In den Planungen für die neue Saison gibt es derweil einen weiteren Abgang zu vermelden: Tim Ruhnau schließt sich dem künftigen Landesligisten SV Altenberg an. „Er war bei uns leider sehr oft verletzt und hatte wenig Einsatzzeiten. Ich wünsche ihm für die Zukunft auf jeden Fall alles Gute“, sagt Beruda.