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SV Bergfried Leverkusen: Michael Opitz ist enttäuscht

Kreisliga-Fußball : Trainerwechsel sorgt für Missmut

Der SV Bergfried hat angekündigt, im Sommer seinen Trainer zu wechseln. Künftig soll sich Hannes Diekamp anstelle von Michael Opitz um die Kreisliga-Fußballer kümmern. Letztgenannter hat dafür wenig Verständnis.

Michael Opitz (Foto: Umi/Archiv) ist verwundert. Im Sommer soll der Trainer der Kreisliga-Fußballer des SV Bergfried durch den erst 32 Jahre alten Hannes Diekamp ersetzt werden. Nachvollziehen kann Opitz die Entscheidung der Klubverantwortlichen, die Zusammenarbeit nach nur einer Spielzeit zu beenden, überhaupt nicht. Er sagt: „In 26 Jahren Trainergeschäft ist Bergfried für mich die bisher größte Enttäuschung.“

Im Frühjahr 2019 hätte der SVB nach einem „erfahrenen Trainer, der den Umbruch im Verein begleiten“ sollte, gesucht, erläutert Opitz. Kurz vor der Winterpause habe Bergfried ihm dann aber mitgeteilt, dass sich der Verein „neu aufstellen und mit einem jüngeren Trainerteam“ zusammenarbeiten möchte. Opitz: „So etwas habe ich in meiner bisherigen Trainerkarriere noch nicht erlebt.“ In seinen Augen gebe es für diesen Kurswechsel keinen Grund, da „sowohl sportlich als auch menschlich alles optimal“ gelaufen sei. Bisher habe Opitz in jedem Verein „drei bis vier Jahre erfolgreich gearbeitet“. Doch dazu kommt es beim SV Bergfried nun nicht mehr.

Wann und ob die Saison fortgesetzt wird, ist wegen der Corona-Krise nicht absehbar. Fest steht: Sollte es weitergehen, soll Opitz die derzeit auf dem neunten Platz stehende Mannschaft bis zum Sommer weiter betreuen. Wohin es ihn danach zieht, ist noch offen. Opitz will es locker angehen lassen und sagt: „Im Moment stelle ich fest, wie schön das Leben ohne Fußball sein kann.“