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Tischtennis: Sportfreunde bewahren die Tischtennis-Tradition

Tischtennis : Sportfreunde bewahren die Tischtennis-Tradition

In der Landesliga sind die Sportfreunde derzeit das Maß der Dinge. Noch ein Sieg fehlt ihnen zum Aufstieg – aber wohl nicht mehr lange.

In der Landesliga sind die Sportfreunde derzeit das Maß der Dinge. Noch ein Sieg fehlt ihnen zum Aufstieg — aber wohl nicht mehr lange.

Ein Sieg fehlt noch, und drei Spiele bleiben, um ihn zu holen. Aber vorgreifen möchte diesem Schritt niemand bei den Sportfreunden Leverkusen. "Wir sind erst durch, wenn rechnerisch nichts mehr geht für die anderen", sagt Falk Fröhlingsdorf — das klingt spannender, als es der Blick auf die Tabelle nahelegt. Der 24-Jährige und sein Tischtennis-Team empfangen am Samstag in der Halle des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums den Pulheimer SC (18.30 Uhr). Der steht auf dem vorletzten Rang der Landesliga. Fröhlingsdorf und Co. sind Erster und ungeschlagen.

Die Prognose, dass die Sportfreunde aufsteigen, ist in etwa so gewagt wie die Vorhersage des nächsten Deutschen Fußball-Meisters. Es kann eigentlich nichts schiefgehen. Zu souverän präsentieren sich die Leverkusener. Schon voriges Jahr spielten sie eine starke Runde, den Aufstieg vermasselte der Umstand, dass in der DJK Neukirchen ein Team mit von der Partie war, das am Ende um eine Winzigkeit besser dastand. Diesmal marschieren die Sportfreunde alleine vorne weg, so dass der Mannschaft um Spitzenspieler Kevin Trocha nur noch ein Schritt fehlt bis in die Verbandsliga, der höchsten Spielklasse in NRW, der fünfhöchsten Deutschlands.

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Schon jetzt stellt der Verein das höchstspielende Tischtennis-Team der Stadt und führt damit eine einst erfolgreichere Leverkusener Tradition fort. Elf Jahre ist es inzwischen her, dass der Name Grün-Weiß Schlebusch nicht nur für Karneval, sondern auch für ambitioniertes Tischtennis stand: Der TTC, lange Mitglied in der Regionalliga, verschwand nach dem Abstieg 2003 von der Bühne. Vor gut vier Jahren musste der SSV Lützenkirchen seine erste Mannschaft wegen Personalmangels aus dem laufenden Spielbetrieb nehmen.

Bei den Sportfreunden machen sich keine Zerfallserscheinungen breit. Eher im Gegenteil. "Wir sind zufrieden. Bei uns läuft es richtig gut", sagte Thomas Gudewitz, Leiter der Tischtennis-Abteilung, die aktuell 120 Mitglieder hat. Sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Erwachsenen sei man gut aufgestellt, sagt Gudewitz und verweist auf sieben Herren- und eine Damen-Mannschaft, die am Spielbetrieb teilnehmen. "Wir haben das einzige Frauen-Team in Leverkusen", ergänzt der Abteilungsleiter. Am Wochenende verpassten die Spielerinnen zwar den direkten Aufstieg. Aber sie sind optimistisch, über die Relegation den Sprung in die Bezirksliga zu schaffen. Zudem liebäugeln die zweite und die vierte Mannschaft mit einem Aufstieg.

Derweil geht der Blick bei der Erstvertretung ab und an schon etwas über den Landesliga-Tellerrand Richtung Verbandsliga. "Das ist ein großer Sprung. Dort würde es extrem schwer zu bestehen", sagt Fröhlingsdorf. Das zeigt sich unter anderem an der Lage in Neukirchen. Den großen Konkurrenten der Vorsaison plagten sehr akute Abstiegssorgen. Trotzdem würden die Sportfreunde wohl mit weitgehend unverändertem Personal in der Verbandsliga an den Start gehen: "Das würden wir versuchen", bekräftigt Fröhlingsdorf. Aktiv auf die Suche nach Neuen werde man daher nicht gehen. "Aber falls sich uns jemand anschließen will, der sportlich und menschlich gut zu uns passt — dann machen wir sicher nicht die Pforten zu", ergänzt der 24-Jährige.

Aber erst einmal kommt Pulheim.

(RP)