Speerwerferin Katharina Molitor will ihrer Karriere beenden

Nach enttäuschender EM: Katharina Molitor kündigt ihr Karriereende an

Bei den bis Sonntag laufenden Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin blieben Katharina Molitor und Dana Bergrath vom TSV Bayer 04 hinter ihren eigenen Erwartungen und konnten sich nicht für das Speerwurf-Finale qualifizieren.

Unter dem Motto „Erfahrungen sammeln und lernen“ verbuchte Bergrath ihren ersten Einsatz in der Nationalmannschaft. In der Gruppe A gelang der 24-Jährigen nur ein gültiger Versuch, aber ihre 53,61 Meter waren zu wenig für den Einzug in den Endkampf. Die EM-Teilnahme beschrieb sie im Vorfeld als ein „Traumziel“ – ebenso wie die 60 Meter, die sie in diesem Jahr gleich mehrfach überbieten konnte.

Auch für die Weltmeisterin von 2015, Katharina Molitor, lief es in Gruppe B nicht besser. Im dritten Versuch flog ihr Speer auf 58,00 Meter. Am Ende bedeutete die Weite Platz 15. Schon während der gesamten Saison kämpfte die 34-jährige Athletin von Trainer Helge Zöllkau mit technischen Problemen.

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Im Anschluss des Wettkampfes kündigte Molitor ihr Karriereende an. Bereits seit längerem erreicht die Athletin nicht mehr ihre Bestform, die sie einst zur besten Speerwerferin der Welt machte. „Es lief ganz schlecht“, lautete Molitors nüchternes Fazit. „Die Saison war insgesamt nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Als ich ins Stadion kam, wurden mir trotz meiner Erfahrung die Knie weich. Ich war nervös und wollte es unbedingt schaffen.“ Wie es jetzt weitergehe, wisse sie noch nicht genau.

„Ich könnte noch bei zwei, drei Wettkämpfen starten, aber das war auf jeden Fall meine letzte Saison. Ich hatte eine gute Karriere, doch jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um aufzuhören.“