Basketball Spaziergang ohne Stolpersteine

Basketball · Der TuS 82 Opladen bleibt durch ein 88:54 im vierten Saisonspiel gegen Deutz weiterhin ungeschlagen. Während der Leichlinger TV einen nie gefährdeten 75:60-(26:24)-Erfolg über Königsdorf feiert, verpassen die Giants den Sprung ins sichere Mittelfeld der Oberliga.

 Entwischt: Im "Hauptberuf" BBZ-Trainer, geht Christian Haferkamp für den TuS 82 aktiv auf Korbjagd – gegen Deutz gelangen ihm fünf Punkte.

Entwischt: Im "Hauptberuf" BBZ-Trainer, geht Christian Haferkamp für den TuS 82 aktiv auf Korbjagd – gegen Deutz gelangen ihm fünf Punkte.

Foto: Uwe Miserius

Echte Gradmesser fehlen bisher. Giants II, Köln 99ers, Hürth und zuletzt Deutz – so liest sich die Liste der vermeintlichen Stolpersteine auf dem Weg nach ganz oben. Diese Kontrahenten kamen über die Rolle eines engagierten Sparringpartners aber nicht hinaus. Nach vier Spieltagen ist es auffällig, wie scheinbar problemlos der TuS 82 Opladen durch die Oberliga spaziert. Vier Spiele, vier Siege, dazu die mit Abstand beste Offense. Jüngster Beweis für die Dominanz des Aufstiegsfavoriten war das 88:54 (44:24) der 82er am Samstag über den Aufsteiger aus Köln.

An der vermeintlich geringeren Qualität der Gegner will die Opladener Trainerin die Erfolgssträhne aber nicht erklärt wissen. "Meine Mannschaft verfügt über viel individuelle Klasse, das sieht man jede Woche an der Punkteverteilung", sagt Nadine Homann. Gegen Deutz waren es vor allem Moritz Thimm und Rafael Wilczek, die in einem furiosen ersten Viertel die Gäste früh in die Schranken wiesen. Auch die restlichen drei Abschnitte gingen vor 80 Zuschauern in der Schlehahn-Halle an die Gastgeber. "Das Ergebnis ist deutlich, aber wir mussten das ganze Spiel dafür arbeiten, denn Deutz hat nie zurückgesteckt", meinte Homann. TuS 82: Nesges (4), Luderich (8), Klesper (10), Kiese (4), Karal (6), Hummel (6), Thimm (18), Haferkamp (5), Hennel (3), Wilczek (24).

Weniger Lob hatte dagegen der Trainer des Leichlinger TV nach der vierwöchigen Pause für sein Team übrig, obwohl dieses gegen den Regionalliga-Absteiger Königsdorf daheim zu einem 75:60 (26:24) kam. "Das Spiel war von beiden Seiten zerfahren. Wir haben gerade am Anfang zu viele leichte Fehler gemacht und uns zu oft in Einzelaktionen aufgerieben", sagte Björn Jakob, der den Sieg dank der deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause aber als verdient bezeichnete. Was Willen und Einsatzbereitschaft betrifft, lieferte sein Team keinen Ansatz zu Kritik. Dennis Kummerow und Lars Heischmann spielten die Partie trotz schmerzhafter Prellungen zu Ende, Dominik Dugandzic hielt sogar mit Bänderriss durch. LTV: Schröder (2), Kunigkeit (13), Kordic (4), Wodaege (11), Löhr (4), Zimmermann (21), Heischmann (8), Dugandzic (5), Kummerow, Alexoudis, Haberland.

Durchzuhalten – das versuchte auch die Zweitvertretung der Giants, deren NBBL-Spielern noch die Niederlage bei Weser Ems in den Knochen steckte. Gegen die Erftbaskets Euskirchen reichte es aber nur für 25 starke Minuten – Ergebnis war eine 67:81-(35:41)-Pleite. "Die jungen Spieler haben bis zum Schluss alles versucht, aber sie waren einfach im Kopf und in den Beinen müde", resümierte Coach Speedy Anton. Giants: Behrmann (15), Kovacs (15), Jeuschede (8), Mettner (8), Steffens (8), Fröhlingsdorf (6), Müller (5), Dwyer (2).

(sl)
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