Lokalsport : Später Triumph für die Junior-Elfen

Nach 2013, 2014 und 2015 ist Leverkusen durch einen Sieg im Siebenmeterwerfen erneut Deutscher A-Jugendmeister.

Das war nichts für schwache Nerven: Die weibliche A-Jugend des TSV Bayer Leverkusen ist Deutscher Meister 2018. In einem dramatischen und hochklassigen Finale siegten die Spielerinnen von Trainerin Kerstin Reckenthäler nach Verlängerung und Siebenmeterwerfen mit 31:30 vor rund 1000 Zuschauern in Buxthude gegen den Gastgeber und Titelverteidiger. Den entscheidenden Treffer markierte Mareike Thomaier per Siebenmeter. Platz drei sicherte sich die HSG Blomberg-Lippe mit einem 26:25-Sieg gegen Borussia Dortmund. "Meine Mannschaft hat herausragendes an diesem Wochenende geleistet. Wir können einfach nur stolz sein auf das Erreichte", sagte Reckenthäler.

Finale: Buxtehuder SV - TSV Bayer 04 (A-Mädchen) 30:31 Siebenmeterwerfen (8:10/22:22/25:25). Über weite Strecken lagen die Leverkusenerinnen in Führung. Gerade die Anfangsphase, in der das Bayer-Team schnell bis auf 9:4 davonzog, konnte sich sehen lassen. Zwölf Minuten vor dem Abpfiff lagen die Leverkusener Spielerinnen bereits mit sechs Treffern vorne. "Da haben wir leider ein wenig die Konzentration verloren und den Gegner wieder stark gemacht", erklärt Reckenthäler. Der BSV rettete sich in die Verlängerung und das Siebenmeterwerfen. In dem Handball-Krimi hatte Bayer die besseren Nerven.

TSV Bayer Hergarten, Fahnenbruck - Gruner (2/2), Killmer, Holste (1), Schneiders, Souza (2), Kämpf (3/2), Cormann, Thomaier (10/6), Müller, Polsz, Lott (8), Berger (5/1).

Halbfinale: TSV Bayer 04 - HSG Blomberg-Lippe (A-Mädchen) 24:22 (10:9). Nach einer Abtastphase bis zum 6:6 (20.) erspielten sich die Leverkusenerinnen einige Vorteile. Reckenthäler stellte die Mannschaft in einer Auszeit neu ein und bis zum Seitenwechsel hatten sich die Bayer-Mädchen einen knappen Vorsprung herausgeworfen. Darauf sollte die stärkste Bayer-Phase folgen, denn in den ersten acht Minuten des zweiten Durchgangs zogen die Reckenthäler-Schützlinge bis auf 17:12 davon. Doch die Entscheidung sollte noch lange nicht gefallen sein, denn die HSG-Spielerinnen präsentierten sich kämpferisch in guter Verfassung. Torhüterin Lisa Fahnenbruck entschärfte im Zuge der Blomberger Aufholjagd jedoch wichtige Bälle und angeführt von der umsichtigen Mareike Thomaier brachten die Leverkusenerinnen ihren knappen Vorsprung über die Zeit und ebneten so den Weg in das Endspiel.

TSV Bayer: Hergarten, Fahnenbruck - Killmer (2), Holste (3), Schneiders (1), Souza (5), Kämpf (2), Cormann (1), Thomaier (5/1), Polsz (1), Lott (4), Rode, Berger.

(lhep)
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