Leichtathletik: Silke Spiegelburg setzt zum Höhenflug an

Leichtathletik : Silke Spiegelburg setzt zum Höhenflug an

Die Stabhochspringerin des TSV Bayer 04 sichert sich in Oslo den Sieg beim Diamond-League-Meeting und führt nun die Gesamtwertung an.

Einen Jubelschrei auf den Lippen des weit aufgerissenen Mundes und einen Sportschuh in der Hand — so präsentierte sich Silke Spiegelburg mit einem Foto im Internet ihren Fans und formulierte die passende Zeile dazu: "Endlich geht es wieder aufwärts", frohlockte die Stabhochspringerin des TSV Bayer 04 Leverkusen nach ihrem Sieg beim Diamond-League-Meeting in Oslo. Für einen Erfolg in Norwegen waren ein erfolgreiches Stechen gegen die Griechin Nikoleta Kyriakopoulou und eine Höhe von 4,65 Metern nötig — höher war die 27-Jährige in diesem Jahr noch nicht gesprungen.

Nachdem sich die Leverkusenerin im Winter auf eigenen Wunsch von der Hallensaison ausgesperrt hatte, um ihr Studium der Gesundheitsökonomie voranzutreiben, setzt sie nun zum Höhenflug an. Zwar gelangen Spiegelburg beim Einstieg in die Freiluft-Wettkämpfe Mitte Mai Platz drei und 4,55 Meter beim Diamond-League-Auftakt in Shanghai. Im Anschluss ging es indes weniger erfolgreich weiter: Beim Meeting in New York musste sie am Boden bleiben, weil sie beim Einspringen mit dem Fuß umknickte, im slowenischen Velenje reichte es für sie zwar zum Sieg, allerdings mit eher bescheidenen 4,40 Metern, und bei der World Challenge im niederländischen Hengelo landete sie mit 4,50 Metern und 40 Zentimetern Rückstand auf die Siegerin Yarisley Silva auf Platz vier.

Durch ihren Erfolg in Oslo am Donnerstagabend setzte sich Spiegelburg mit fünf Punkten an die Spitze der Gesamtwertung der lukrativen Diamond League, bei der ein Tagessieg den Athleten 10 000 Dollar und Rang eins am Ende der Wettkampf-Serie 40 000 Dollar einbringt. Zweimal in Folge konnte Spiegelburg den Titel samt üppiger Prämien zuletzt erringen und durch den Sieg im vorigen Jahr die Enttäuschung über Platz vier bei den Olympischen Spielen in London zumindest etwas lindern. In diesem Jahr soll Erfolg Nummer drei her.

Vier Meetings stehen noch aus. Zunächst gilt es, Ende des Monats in Birmingham die Führung vor der Russin Yelena Isinbayeva und der US-Amerikanerin Jennifer Suhr (beide vier Punkte) zu verteidigen. Im Zentrum ihrer Saisonplanung steht allerdings die Weltmeisterschaft in Moskau im August. Bei ihrem Sieg in Oslo erfüllte die TSV-Springerin nun erstmals die Norm für eine Teilnahme — um ihre Nominierung musste sie sich aber auch zuvor nicht sorgen: Durch den Gewinn der Diamond League im Vorjahr ist ihr ein Startplatz sicher.

(RP/ac)