Handball : Schweres Los für die Elfen

Der europäische Verband sorgte für den wichtigsten Gesprächsstoff beim ersten Pflichttermin der Elfen in der Saisonvorbereitung. Bayers Handballerinnen sprachen gestern bei der Leistungsdiagnostik des Olympiastützpunkts natürlich über die Nachrichten aus Wien. Dort wurde die zweite Qualifikationsrunde für die Champions League ausgelost.

In der kommt es zu einem Duell, das in der vorigen Saison schon beinahe Finalpaarung im EHF-Pokal geworden wäre. Bayer bekommt es unter anderem mit dem dänischen Vize-Meister Randers zu tun. "Ich denke, zwischen uns wird sich die Sache entscheiden", betonte Anna Loerper, die sich auf das Treffen mit Nationalmannschaftskollegin Nina Wörz freut. Den übrigen Teilnehmern — dem ukrainischen Meister HC Smart Kriwoj Rog und dem türkischen Titelträger Milli Piyango — werden keine Chancen auf den Gruppensieg eingeräumt. Nur der Erste darf in die Champions League.

Alle anderen Teams steigen in den EHF-Pokal ab. "Das ist eine sehr schwere, aber auch attraktive Gruppe", sagte Renate Wolf. Hochkarätig wäre (bei einem Erfolg im Qualifikationsturnier) das Teilnehmerfeld in der Gruppenphase. Bayers möglicher Gruppe wurden der Vorjahresfinalist Oltchim Valcea (Rumänien), der letztjährige Halbfinalteilnehmer Larvik HK (Norwegen) und der französische Meister Toulon St. Cyr zugelost.

Auf die Elfen, bei denen die U 20-WM-Fahrer (Marlene Zapf, Laura Glaser, Penda Bönighausen) gestern noch fehlten, warten nun beschwerliche Wochen mit Grundlagenarbeit ohne Ball. Das Spielgerät ein erstes Mal wieder in die Hand nehmen dürfen die Leverkusenerinnen traditionell beim Turnier in Wittlich am 7. und 8. August. In der Vorrundengruppe B trifft Bayer dort auf den spanischen Titelträger SD Itxako sowie den Bundesliga-Konkurrenten HSG Blomberg. In Gruppe A treten Norwegens Meister Larvik, der deutsche Champion Leipzig und Trier an.

(RP)