Lokalsport: Schwächephase kostet Hockey-Damen das Spiel

Lokalsport : Schwächephase kostet Hockey-Damen das Spiel

Die Hockeyspielerinnen des RTHC sind ohne Punkte aus Norddeutschland zurückgekehrt. Beim Tabellenführer Bremer HC spielten die Leverkusenerinnen in der 2. Bundesliga munter mit, musste sich aber nach einem spannenden Spielverlauf 3:5 (1:2) geschlagen geben. "Wir haben eine gute Partie gezeigt und drei Viertel sehr gut mitgehalten", sagte RTHC-Coach Volker Fried. "Leider haben unsere Schwächephase im dritten Viertel und die extrem gute Eckenausbeute mit vier Bremer Toren das Spiel entschieden." Das Ergebnis bringe Leverkusen zwar nicht weiter, doch die Gäste nähmen "ein gutes Gefühl" mit.

Bei warmen Temperaturen zeigte sich der Gastgeber abgebrühter und kam durch zwei Strafecken zu zwei Toren, Mia Kähler verkürzte jedoch auf 1:2. Das RTHC-Talent belohnte sich mit ihrem ersten Zweitligator (26. Minute) für eine gute Leistung. Kurz nach nach der Pause setzte es dann einen weiteren Rückschlag: Erneut traf der BHC per Ecke. Auch wenn es viel Kraft kostete, investierte das Fried-Team viel und stellte den alten Abstand durch Torjägerin Serafina Pütz (37.) wieder her. Nur zwei und fünf Minuten später gab es mit den Treffern vier und fünf aber die Entscheidung zugunsten der Bremerinnen.

Davon erholte sich der RTHC nicht mehr, wobei das 3:5 durch Lavinia Teske (53.), die ebenfalls ihr erstes Zweitligator erzielte, letztlich nicht mehr als Ergebniskosmetik war. Fried: "Ich muss den Mädels ein großes Kompliment aussprechen und möchte überhaupt keinen Vorwurf machen. So viel Kampf und Einsatz wie im letzten Viertel habe ich selten gesehen. Leider haben wir uns trotz vieler guter Chancen nicht mehr belohnt."

Die Herren des RTHC haben indes einen gelungenen Start in die zweite Saisonhälfte erlebt. Beim HTC SW Bonn setzten sich die Leverkusener verdient mit 3:1 (0:0) durch und bleiben Tabellenführer der Hockey-Oberliga. Über die komplette Spielzeit wirkte der RTHC überlegen, musste aber dennoch einen langen Atem beweisen. Erst eine Viertelstunde vor Schluss erlöste Rückkehrer Matt Orr sein Team mit einer direkt verwandelten Strafecke. Mit seinen Treffern zwei und drei krönte der Australier seine gute Leistung.

Trainer Sebastian Bieding hatte aber nicht nur für ihn Lob parat. "Die ganze Mannschaft hat einen guten Job gemacht", sagte er. "Wir waren von Anfang an das bessere Team, haben es uns aber selbst schwergemacht. Dennoch war Matt natürlich der Mann des Tages."

(knü-)
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