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Leichtathletik: Schembera meldet sich mit Meistertitel zurück

Leichtathletik : Schembera meldet sich mit Meistertitel zurück

Der verletzungsgeplagte 800-Meter-Läufer des TSV Bayer 04 wird genauso Deutscher Hallenmeister wie Julia Förster über 400 Meter. Auch zwei Stabhochspringer überzeugen mit je 5,75 Metern.

Einen Medaillenregen hatten sich die Leichtathleten des TSV Bayer 04 bei den Deutschen Hallenmeisterschaften im Vorfeld ohnehin nicht ausgerechnet. Stabhochspringerin Silke Spiegelburg lässt bekanntlich die Hallensaison aus, und die Speerwerferinnen (Linda Stahl, Katharina Molitor) und Hammerwerfer (Markus Esser) finden im Wettkampfprogramm keine Berücksichtigung. Doch in Abwesenheit der starken Werfer sprangen zwei Leverkusener Läufer in die Bresche und holten auf der 200-Meter-Rundbahn die beiden einzigen Titel für den TSV.

Robin Schembera grinste nach der Siegerehrung wie ein Honigkuchenpferd. "Ich bin zurück", sagte er. "Ich bin unfassbar glücklich." Er, der in den vergangenen Jahren so viel Verletzungspech hatte, meldete sich in Dortmund über 800 Meter als souveräner Deutscher Meister in 1:49,11 Minute (Saisonbestleistung) zurück. Das war ihm in der Halle zuletzt 2010 gelungen. Erstmals die Beste im Hallen-Land war dagegen Julia Förster. Die Mittelstrecklerin lief über 400 Meter in persönlicher Bestleistung von 54,22 Sekunden ein couragiertes Rennen. Wiebke Ullmann wurde Dritte (55,03). Mateusz Przybylko landete mit übersprungenen 2,15 Metern im Hochsprung genauso auf dem Silberrang wie die Staffel der Frauen über 4x200 Meter.

Dass der Stabhochsprung der Männer für die 4000 Zuschauer in der ausverkauften Dortmunder Helmut-Körnig-Halle zu einem der kurzweiligsten Wettkämpfe avancierte, lag natürlich am aktuellen Überflieger und neuen Deutschen Meister Björn Otto (5,85 Meter), aber eben auch an den beiden Leverkusenern Hendrik Gruber und Tobias Scherbarth, die auf den Plätzen drei und vier einliefen. Beide sprangen 5,75 Meter. Für Scherbarth bedeuten diese ein dickes Ausrufezeichen nach langen Verletzungsproblemen sowie gleichzeitig Saisonbestleistung. Gruber bestätigte seine konstant gute Form in diesem Winter und verbesserte zum zweiten Mal in der Saison seine Bestleistung unter dem Hallendach. Für Karsten Dilla war Dortmund dagegen – wie befürchtet – keine Reise wert: Er reiste nach drei Fehlversuchen über 5,55 Meter ohne gültige Höhe ab.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband gibt heute seinen Kader für die Hallen-EM am Wochenende in Göteborg bekannt.

(RP)