Fußball : Rückschlag für Bayers Frauen

Die Leverkusener Bundesligafußballerinnen patzen beim 1:2 gegen Jena ausgerechnet gegen den von der Papierform her leichtesten Gegner der vergangenen Wochen. Nach der Niederlage steckt die Mannschaft von Trainer Obliers erstmal wieder im Tabellenkeller fest.

Ausgerechnet der Abschluss der in einigen Episoden und Passagen durchaus vielversprechenden Serie von sieben Pflichtspielen in nur 21 Tagen ist Bayers Fußballerinnen gehörig misslungen. Sie unterlagen vor eigenem Publikum dem USV Jena mit 1:2 (0:0), also just dem bislang auf dem Papier leichtesten Gegner – nachdem sie in den bis dahin fünf Ligapartien Freiburg, Bad Neuenahr und dem FCR Duisburg Remis abgetrotzt hatten und auch die siegreichen 1. FFC Frankfurt und FC Bayern vor einige Probleme gestellt hatten.

Exakt zwei Wochen haben Coach Thomas Obliers und die Leverkusenerinnen nun Pause und somit Zeit, zu analysieren, was die entscheidenden Faktoren für die Niederlage waren, welche Rolle die hohe Belastung gespielt hat und ob Jena möglicherweise unterschätzt wurde. Eher keine Rolle sollte bei der kritischen Betrachtung die Tatsache führen, dass an der Berechtigung des Strafstoßes, den Jenas Carolin Schiewe zehn Minuten vor Ende der Partie verwandelte, einige Zweifel herrschen. Denn gleich ob der Sturz einer Spielerin der Gäste im Leverkusener Strafraum elfmeterwürdig herbeigeführt wurde oder nicht, bleibt festzuhalten, dass das Obliers-Team gegen einen aggressiven, fußballerisch aber eher limitierten, Abstiegskandidaten insbesondere im ersten Durchgang kein geeignetes Rezept fand.

"Jena hat das ganz gut gemacht und uns zu langen Bällen gezwungen", sagte Obliers. Ein Manko im Vergleich mit dem Gegner war aus seiner Sicht auch die Chancenverwertung. Während sowohl der Alleingang von Eunice Beckmann unmittelbar vor dem Pausenpfiff, als auch einige Gelegenheiten im zweiten Durchgang vergeben wurden, traf Jena mit der ersten echten Chance, als Susann Utes den Ball über Keeperin Anna Klink ins lange Eck hob (50.). Diese Führung des USV hatte Bayer in Person von Francesca Weber noch ausgeglichen (68.). Auf den erneuten Rückstand zwölf Minuten später jedoch fanden die Leverkusenerinnen keine passende Antwort mehr.

Bayer: Klink – Bakir, Prießen, Ewers, Kasperczyk – Götte (59. Weber), Hendrich – Kerschowski, Knaak, Beckmann (50. Schwab) – Petzelberger.

(kre)