Lokalsport: RTHC startet in das nächste Abenteuer Hockey-Bundesliga

Lokalsport : RTHC startet in das nächste Abenteuer Hockey-Bundesliga

Wenn am Wochenende die Hockey-Bundesligen startet, beginnen für den RTHC Leverkusen zwei Monate voller Highlights und starkem Hockeysport. Anders als auf dem Feld, wo der RTHC noch immer nur drittklassig ist, ist die Hallensaison in der höchsten Deutschen Spielklasse rund um den Jahreswechsel ein Leckerbissen.

Dass sich die Zeit unter dem Hallendach lediglich auf acht Wochen begrenzt, ist dem Kalender der Internationalen Hockey-Federation (FIH) geschuldet. Die FIH legt ihren Schwerpunkt fast ausschließlich auf das Feldhockey. Der Hallensport bleibt nur eine Randnotiz. Nicht so in Deutschland, wo die Hallensaison als Spektakel gilt. 24 Mannschaften spielen in zwei Monaten den Meister aus, der am 5. Februar 2017 in Mülheim an der Ruhr gekürt wird. Die Damen des RTHC werden mit allergrößter Wahrscheinlichkeit beim Finalturnier nicht dabei sein. Denn die Gruppe West mit sechs Teams ist wieder eine Zweiklassen-Gesellschaft. Mit Uhlenhorst Mülheim, Rot-Weiß Köln und dem Düsseldorfer HC gibt es drei Teams, die ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitspielen wollen. Dahinter werden der Crefelder HTC (mit Ex-RTHC-Trainer Sebastian Folkers), Aufsteiger Blau-Weiß Köln und der RTHC die Plätze unter sich ausmachen.

Um die Klasse zu halten, haben die Leverkusenerinnen in der Pause viel trainiert, etliche Testspiele absolviert und an zwei Vorbereitungsturnieren teilgenommen. Vor allem das hochkarätig besetzte Bundesligaturnier jüngst in Hamburg macht Mut, wie Trainer Volker Fried berichtet: "Wir haben sehr gute Auftritte abgeliefert und durchweg gegen Bundesligisten überzeugt. Vor allem der Sieg gegen den Berliner HC sowie zwei knappe Niederlagen gegen den UHC Hamburg und den Harvestehuder THC waren positiv."

Sowieso sieht Fried sein Team gut vorbereitet: "Ich denke, die Mannschaft hat sich gut weiterentwickelt, und sie hat sich möglicherweise den Topteams etwas angenähert. Deshalb erhoffen wir uns, dass mehr als zwei Siege herausspringen."

Wahrscheinlich gelingt das zum Auftakt morgen (12 Uhr bei Uhlenhorst Mülheim) noch nicht. "Die sind individuell stärker, aber wir haben vielleicht den besseren Vorbereitungsstand. Ob das reicht, wird man sehen." Personell hat sich beim RTHC nicht viel getan. Im Vergleich zur letzten Hallensaison fehlen lediglich Jacqueline Knöller (Karriereende) und Anne Rings (Australien-Jahr). Dazu gekommen sind Jugendspielerinnen, von denen vor allem Madita Tautz und Anna Mielke feste Größen sein werden.

Ein Sonderlob verdiente sich in der Vorbereitung Torhüterin Jule Hänel, die für Fried ein wichtiger Bestandteil ist: "Jeder weiß, wie wichtig in der Halle ein mitspielender Torhüter ist. Jule hat in der Vorbereitung gezeigt, in welch guter Verfassung sie ist."

In der 2. Regionalliga der Herren absolviert der RTHC Leverkusen morgen sein zweites Heimspiel. Nach dem Sieg gegen ETuF Essen (7:5) soll nun der nächste "Dreier" herausspringen. Die Aussichten dafür stehen gut. Vor allem deshalb, weil sich der Gegner Rheydter SV nicht gerade in bester Verfassung am Kurtekotten vorstellt. Der ehemalige Bundesligist kassierte bei seinen Auftaktpleiten gegen den Düsseldorfer HC II (2:15) und den HC Essen (1:14) bereits 29 Gegentoren und gilt als erster Abstiegskandidat. Entsprechend offensiv will auch RTHC-Coach Sebsastian Bieding ins Spiel gehen: "Wir wollen unser Spiel spielen und natürlich gewinnen. Alles andere wäre eine große Enttäuschung."

(knue)
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