Lokalsport: RTHC-Hockey-Frauen haben die Tabellenspitze im Visier

Lokalsport : RTHC-Hockey-Frauen haben die Tabellenspitze im Visier

Drei Spieltage vor dem Saisonende kommt es in der Regionalliga zum Gipfeltreffen. Das Bayer-Team rechnet sich gute Chancen aus.

RTHC Bayer Leverkusen - Blau-Weiß Köln. Anfang Februar standen sich die beiden Hockey-Teams zum letzten Mal gegenüber. In der Hallensaison zogen die RTHC-Frauen dank eines 4:1-Sieges am vorletzten Spieltag in der Tabelle der Regionalliga an den Kölnerinnen vorbei und sicherten sich den Spitzenplatz. Für die Domstädterinnen kam die Niederlage einem Trauma gleich, denn sie verloren nicht nur die Partie, sie unterlagen in eigener Halle und verspielten an diesem Nachmittag den Aufstieg.

Wenn es nach Norbert Zimmermanns geht, darf sich die Geschichte morgen (Beginn 13.30 Uhr, Sportanlage am Kurtekotten) gerne wiederholen. Die Ausgangssituation ist nahezu identisch: Wieder rangiert Köln in der Tabelle auf dem Platz an der Sonne, dahinter lauert der RTHC, diesmal stehen noch drei Partien aus. "Die Vorzeichen für uns sind also gut", stellt der Trainer der RTHC-Frauen fest. Nach einer enttäuschenden Hinrunde, in der sein Team nur sechs Punkte holte, hätte er schon fast nicht mehr damit gerechnet, überhaupt noch einmal ein Wörtchen um den den Aufstieg mitreden zu können. Doch eine starke Rückrunde mit einer Serie von fünf Siegen in fünf Spielen katapultierte die Leverkusenerinnen im Tableau auf den zweiten Rang und machte die Mannschaft zum gefährlichsten Verfolger der Blau-Weißen. Die wiederum haben sich selbst im Vorfeld extrem unter Druck gesetzt: Nichts anderes als der Aufstieg soll am Ende der Saison herauskommen, da dürfen sich die Kölnerinnen jetzt keine Niederlage erlauben.

"Wir freuen uns auf das Spiel. Wie immer haben wir uns auch auf diesen Gegner speziell vorbereitet", sagt Zimmermanns. Taktisches System, Standardsituationen und einiges mehr standen in den vergangenen Tagen auf dem Trainingsplan. Doch das größte Plus, das sein Team in die Waagschale werfen könne, sei die mentale Stärke, betont der Coach und bezieht sich auf die positive Erfahrung Anfang Februar in der Halle. "Ein solches Erlebnis fehlt Köln natürlich, zumal sie zuletzt gegen das Schlusslicht Crefelder HTC nicht über ein 2:2 hinausgekommen sind", erläutert Zimmermanns. Durch das unerwartete, um nicht zu sagen: völlig überraschende Remis schmolz der Vorsprung von BW Köln in der Tabelle auf einen Punkt zusammen - der Spitzenreiter war selbst schuld daran, dass das Titelrennen nun wieder offen ist. Und er brachte sich damit auch selbst wieder unter Zugzwang.

Erfreulich für den RTHC Bayer Leverkusen: Trainer Zimmermanns kann personell aus dem Vollen schöpfen. Es gibt keine verletzten Spielerinnen.

(RP)
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