Basketball Opladen stolpert, LTV nimmt Verfolgung auf

Basketball · Die Rolle des Gejagten scheint nicht für jeden Spieler beim TuS 82 Opladen die Wunschrolle zu sein. Einer Mannschaft, die nach einem 58:69 (29:29) bei den Köln 99ers die Tabelle mit vier Zählern Vorsprung anführt, den Krisenstatus anzuheften, wäre überzogen.

 Durchsetzungsstark: Geburtstagskind Lars Heischmann (am Ball) kann am Ende zwölf Punkte zum Leichlinger Sieg gegen die Erftbaskets Euskirchen beisteuern.

Durchsetzungsstark: Geburtstagskind Lars Heischmann (am Ball) kann am Ende zwölf Punkte zum Leichlinger Sieg gegen die Erftbaskets Euskirchen beisteuern.

Foto: Uwe Miserius

Dennoch lässt sich nicht verhehlen, dass beim Oberliga-Primus etwas schiefläuft. Ließ sich die erste Pleite vor zwei Spieltagen mit der Flut an personellen Ausfällen plausibel begründen, fällt die Niederlage in Köln in die Kategorie "vollkommen überflüssig".

Vier Minuten vor Ende der Partie — es stand unentschieden — verzettelten sich die 82er in Diskussionen mit Schiedsrichter und Gegenspielern, statt sich auf ihr bis dahin ohnehin klägliches Offensivspiel zu konzentrieren. "Defensiv war die Leistung in Ordnung, aber nach vorne war das einfach viel zu wenig. Deshalb haben wir völlig verdient verloren", kommentierte Homann den schwachen Auftritt ihres Teams. TuS 82: Nesges (3), Wilczek (2), Klesper (16), Hennel (17), Luderich (10), Thimm (5), Schlensker (5), Tamm, Bach.

Ganz anders sieht die Lage beim Leichlinger TV aus, der zuletzt dreimal die maximale Punktausbeute verbuchte. Jüngstes "Opfer" der Blütenstädter sind die Erftbaskets Euskirchen. "Mein Team hat ein hervorragendes Spiel gezeigt", meinte ein sonst nicht zu Lob im Überfluss neigender Björn Jakob nach dem 72:56 (39:24). Der LTV-Trainer sah den Schlüssel zum Erfolg in der kompakten Defense, die den besten Schützen der Liga, Ben Haile, nie zur Geltung kommen ließ — bis er entnervt das Feld räumte.

Schon im ersten Viertel (23:10) legte Leichlingen den Grundstein für den neunten Saisonsieg. Angetrieben vom starken Stefan Zimmermann und Geburtstagskind Lars Heischmann (26) bauten die Gastgeber den Vorsprung stetig aus, so dass der einzige Durchhänger Anfang des dritten Viertels ohne Folgen blieb. LTV: Wodaege (9), Schröder (8), Messing (7), Löhr (3), Zimmermann (22), Heischmann (12), Dugandzic (5), Kummerow (6), Alexoudis, Kordic.

Am anderen Ende der Tabelle verabschieden sich die Bayer Giants dank des herausragenden Michael Kuczmann und einem 89:58 (45:29) über Frechen vorerst aus der Abstiegszone. "Die Mannschaft hat hervorragend gespielt, wir haben uns für die deutliche Pleite im Hinspiel gebührend revanchiert", sagte Trainer Speedy Anton. TSV: Kuczmann (27) Rothenberg (19), Legankovas(4), Dwyer (4), Mettner (4), Steffens (4), Fröhlingsdorf (2), Behrmann (7), Sengfelder (9), Wittmann (9), Jeuschede.

(sl)
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