Lokalsport : Opladen gelingt Derby-Revanche

Die Basketballerinnen von BBZ schlagen die Bergischen Löwen klar mit 89:47.

Gestern wurde den ganzen Tag nur gefeiert. Als der Rosenmontagszug um 14.11 Uhr an der Kölner Straße Aufstellung nahm, stand auch BBZ Opladen an der Strecke. Und selbstverständlich auch Trainerin Birgit Kunel. Sie sagte: "Der Karneval hat der Mannschaft auch schon vor dem Spiel richtig gutgetan. Sie alle haben es auf jeden Fall verdient, ordentlich zu feiern." Der Zug hatte es allerdings schwer, das Hochgefühl, das seit Sonntagnachmittag anhält, zu übertreffen. Im Lokalduell bei den Bergischen Löwen feierten die Zweitliga-Basketballerinnen von BBZ einen 89:47 (41:28)-Erfolg.

"Nach der Hinspiel-Niederlage waren wir teilweise richtig deprimiert. Aber das haben wir mit diesem Auftritt jetzt mehr als ausgeglichen", erklärte Kunel. Mentalität, Wille und totale Fokussierung hatte Kunel nach dem Rückschlag gegen Berlin am letzten Spieltag mit Blick auf das Derby versprochen - und ihre Mannschaft enttäuschte nicht. Sinnbildlich dafür die letzte Aktion des Spiels: Die Partie war längst entschieden und der Gegner ohnehin schon mächtig frustriert. Julia Loock setzte trotzdem noch ein letztes Statement, indem sie Adele Kopsidis Versuch vor der Schlusssirene blockte. "Ich bin sehr stolz auf das Team, dass wir - auch als wir wussten, wir gewinnen - immer weiter nach vorne gegangen sind. Offensiv war das letzte Viertel unser bestes", sagt Kunel. Opladens Coach wollte aber nicht verhehlen, dass das höchste Saisonergebnis auch durch vorzeitige Resignation auf gegnerischer Seite begünstigt wurde. Das Gefühl, wenn dem Gegner alles, dir selbst aber nichts gelingen will, kennt BBZ vom Auswärtsspiel in Neuss selbst gut genug. "Bensberg ist schon Mitte des dritten Viertels auseinander gebrochen. Das ändert aber nichts daran, dass heute alle, die auf dem Feld standen ein tolles Spiel gemacht haben", lautete Kunels Fazit.

Das Rezept dafür klang im Nachhinein verblüffend einfach: "Wir hatten einfach einen Plan. Jeder wusste, worauf es ankommt und hat ihn umgesetzt. Manchmal reicht das schon aus." Nur im ersten Viertel (20:19) hatte zumindest die Defensive von BBZ noch Anpassungsschwierigkeiten. Nach 18 Minuten lag der Tabellensechste sogar kurz zurück (27:28), setzte dann aber zum bereits vorentscheidenden 14:0-Lauf an. Kunel: "Danach hat man gespürt, dass wir uns das nicht mehr nehmen lassen. Wir waren besser, schneller, giftiger. Wir wollten etwas wieder geraderücken und hätten es nicht besser machen können."

BBZ: Ellenrieder (2), Marcus (2), Loock (12), Stratton (7), Happel (17), Wolff (7), Schütter (25), Flaskamp (3), Krause (4), Nettersheim (10).

(sl)
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