Nino Celebic und Tim Schönborn überragen bei Sieg der Bayer Giants

Knapper Sieg in Schwelm : Celebic und Schönborn retten die Bayer Giants

Mit einem 94:92-Erfolg haben die Basketballer die Achtelfinal-Serie gegen die Baskets Schwelm 2:0 gewonnen – auch mit etwas Glück.

Weniger als eine Minute steht noch auf der Uhr, als Niklas Geske beim Stand von 86:86 einen Korbleger für die Baskets Schwelm verpasst. Es ist bis dahin eine Szene mit Seltenheitswert bei dem starken Aufbauspieler. Schnell geht es auf die andere Seite. Alexander Blessig vergibt – Rebound. Der Ball landet bei Tim Schönborn. Der 28-Jährige wirft schnell, versenkt für drei Punkte und hämmert sich jubelnd iauf die Brust. Die rund 300 mitgereisten Fans der Bayer Giants sind begeistert, denn das 89:86 ist die Vorentscheidung. Die Hausherren versuchen im zweiten Achtelfinale der ProB-Play-offs zwar noch mal alles, doch Nino Celebic bleibt bei den entscheidenden Freiwürfen cool. Leverkusen gewinnt 94:92 und freut sich aufs Viertelfinale der Play-offs.

Dabei hatten es die Giants unnötig spannend gemacht, denn in der ersten Halbzeit agierte die Mannschaft überragend. Die Gäste verwandelten einen 19:21-Rückstand in eine 24:21-Führung. Den 5:0-Lauf bauten sie gar auf 18:4 aus. Ein Mix aus Dreiern von Michael Kuczmann oder Schönborn und erfolgreichen Aktionen Richtung Korb, inklusive eines Dunks von Nick Hornsby, überforderte die Schwelmer Defensive. Leverkusen machte offensiv kaum Fehler, lag überlegen 37:25 vorn. Ein paar Fehlversuche kompensierte die Mannschaft problemlos.

Für die Krönung der ersten Hälfte sorgte Lennard Winter mit einem Korbleger zum 52:42, nach dem die Giants in den letzten drei Sekunden vor der Pause einen Pass über das ganze Feld gespielt hatten. Die Stimmung in der nahezu ausverkauften Schwelm-Arena war nach der Halbzeit bereits merklich gedrückt. Nur die Anhänger der Rheinländer waren guter Dinge. Und sie hatten weiterhin Spaß an der Partie: Zum Beispiel mit Celebic, der erst einen Zweier versenkte und dann zwei Dreier nachlegte. Zwischenzeitlich führten die Gäste sogar mit 14 Punkten.

Doch es kam ein Bruch ins Spiel. Defensiv bekamen die Giants plötzlich keinen Zugriff. Drei Dreier in Folge brachten die Schwelmer auf 57:64 heran. Spätestens nach dem vierten erfolgreichen Distanzschuss in Serie zum 60:66 war das Heimpublikum wieder wach. Wenig später lagen die Gastgeber erstmals seit der Anfangsphase wieder vorne. Ohne Schönborn und den überragenden Celebic wäre die Partie wohl noch verloren gegangen.

„Nino ist sowas von abgezockt“, lobte Hansi Gnad nach dem Erfolg. Dass er in der Schlussphase so stark auf die individuelle Qualität vertrauen musste, hatte der Coach nach der überragenden ersten Hälfte nicht erwartet. „Wir hatten Glück, dass wir am Ende noch mal zurückgekommen sind. Es ist für mich unbegreiflich, wie wir in der Defensive so die Zuordnung verlieren konnten.“ Dennoch: Die Giants haben einen Weg gefunden, die Partie zu gewinnen. „Das zeichnet uns aus“, sagte Gnad.

Sein Team geht nun in eine zweieinhalbwöchige Pause. Das Viertelfinale beginnt am Dienstag, 26. März, um 19.30 Uhr in der Ostermann-Arena. Ob dann Oldenburg oder Elchingen kommt, ist noch offen. Die Serie steht 1:1 und wird erst am kommenden Wochenende entschieden.

Mehr von RP ONLINE