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NFL: Equanimeous St. Browns Zukunft bei den Green Bay Packers ist unklar

Nach Aus in den Play-offs : Equanimeous St. Browns Zukunft in der NFL ist unklar

Der Wide Receiver mit Leverkusener Wurzeln hat sich mit den Green Bay Packers aus den Play-offs verabschiedet. Sein Vertrag läuft nach nun vier Jahren in der NFL aus.

Auch das Daumendrücken von Bruder Amon-Ra half nicht. Der Traum vom großen Endspiel hat für Equanimeous St. Brown und seine Green Bay Packers ein ebenso jähes wie überraschendes Ende gefunden. Die Play-offs der US-amerikanischen Football-Profiligen sind für das hoch gehandelte Team des Wide Receivers mit Leverkusener Wurzeln schon nach der Divisional Round beendet.

Das Topteam mit Star-Quarterback Aaron Rodgers, das als heißer Kandidat für die Superbowl-Teilnahme galt, unterlag im heimischen Lambeau Field dem Außenseiter San Francisco 49ers. Im finalen Auftritt seiner vierten Saison bei den Packers blieb der älteste der St. Brown-Brüder unauffällig. Er stand bei der bitteren 10:13-Niederlage während 19 Spielzügen für die Offensive auf dem Feld, lief dabei zehnmal eine Passroute, wurde jedoch nicht einmal von Rodgers anvisiert. So blieb als Ausbeute lediglich ein Yard Raumgewinn aus einem Lauf sowie ein Solo-Tackle im Special Team.

Die Sommerpause fällt nicht nur länger aus als erhofft, sie beginnt auch mit einer ganzen Reihe Fragezeichen für „EQ“ und die Packers. Noch ist unklar, ob Rodgers, der als ein Fürsprecher St. Browns gilt, und andere Leistungsträger in der kommenden Saison für die Packers auflaufen. Ungewiss ist auch, ob mit dem Deutsch-Amerikaner, dessen Vertrag in Green Bay nach vier Jahren ausläuft, verlängert wird.

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St. Brown wird für seine Chance kämpfen. Das zeigte er in dieser Spielzeit, zu deren Start er nach einer Verletzung in der Vorbereitung nicht in den Saisonkader berufen wurde. Doch er arbeitete sich über die Reserve (Practice Squad) zurück ins Team. Danach punktete er zumeist mit Blockarbeit – und insbesondere im Special Team, wo es ihm inklusive des Tackles gegen San Francisco insgesamt achtmal gelang, den Ballträger zu Fall zu bringen (davon sechs Solo-Tackles) und auch ein Kickoff-Return für 17 Yards Raumgewinn steht in der Statistik. Das könnte seine Chance auf einen neuen Vertrag sein, konnte er sich doch als einer von wenigen Spielern in dem Mannschafsteil auszeichnen, der als Schwachstelle der Packers gilt und auch nach dem Aus gegen die 49ers scharf kritisiert wurde.

Ein Selbstläufer ist eine Verlängerung aber freilich nicht. Denn seine Offensiv-Statistiken sind zweifellos ausbaufähig: St. Brown fing neun von 13 Pässen für 98 Yards und erzielte mit vier Läufen 15 Yards Raumgewinn. Damit steht er deutlich im Schatten seines jüngsten Bruders Amon-Ra, der mit den Detroit Lions zwar die Playoffs verpasste, aber als Rookie auf ganzer Linie überzeugte.