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NFL: Amon-Ra St. Brown sammelt bei den Detroit Lions Pluspunkte

Premiere in der NFL : Amon-Ra St. Brown sammelt Pluspunkte

Der jüngste der St. Brown-Brüder liefert in der US-amerikanischen Football-Profiliga NFL ein ordentliches Debüt bei den Detroit Lions ab.

Mit seinem Debüt als Football-Profi kann Amon-Ra St. Brown durchaus zufrieden sein. Bei der 33:41-Niederlage gegen die San Francisco 49ers stand der junge Wide Receiver (Passempfänger) mit Leverkusener Wurzeln bei fast zwei Dritteln aller Offensiv-Spielzüge auf dem Feld. Insgesamt fünf Mal visierte Quarterback Jared Goff den jüngsten von drei footballverrückten Brüdern (siehe Info-Kasten) an. Experten bescheinigten dem Deutsch-Amerikaner eine ordentliche Premiere in der NFL, bei der er an den zwei Fehlversuchen in seine Richtung keine Schuld trug.

Bis zum ersten Passfang musste der Sohn einer Hitdorferin und eines amerikanischen Bodybuilders warten, ehe die Statistiken der Liga für ihn erstmals Raumgewinne verbuchten. Im ersten Viertel hatte der Quarterback St. Brown bei einer tiefen Passroute noch überworfen – was nach Meinung der Fachleute klar auf Goffs Kappe ging.

So dauerte es bis zum dritten Viertel und einem kurzen Pass für drei Yards Raumgewinn, bis Amon-Ra sich erstmals auszeichnen konnte. Seinen großen Auftritt hatte er dann im spannenden letzten Drive der Lions, die sich nach 17:41-Rückstand am Ende einer starken Aufholjagd mit einem Touchdown samt Zwei-Punkte-Zusatzversuch in die Verlängerung retten wollten.

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Kurz zuvor hatte ein Vergehen von Linespieler Jonah Jackson noch weitere 14 Yards Raumgewinn für Amon-Ra verhindert. Der Spielzug wurde wegen der für das unerlaubte Halten verhängten Strafe ungültig und es ging statt nach vorne zehn Yards zurück. In der letzten Serie kam dann auch deshalb Hoffnung auf, weil der junge Receiver einen langen Pass sicherte und erst nach 20 Yards (in Höhe der Mittellinie) aus dem Feld geschubst wurde.

Beinahe wäre die kleine Erfolgsgeschichte noch größer geworden. Aber als Detroit nur noch 24 Yards entfernt von der Endzone einen vierten Versuch (bei neun Yards zum neuen First Down) ausspielte, geriet Quarterback Jared Goff unter zu großen Druck. Deshalb geriet sein Pass in St. Browns Richtung deutlich zu kurz, womit das Angriffsrecht ein letztes und entscheidendes Mal wechselte.

So blieb am Ende eine zwar nicht unerwartete, aber doch enttäuschende Niederlage für die Lions – und für deren Neuling mit Wurzeln am Rhein solide Werte. St. Brown stand bei 59 von 92 Offensiv-Spielzügen sowie neun Snaps im Special Team auf dem Feld. Er fing zwei der vier gewerteten Passversuche in seine Richtung für insgesamt 23 Yards Raumgewinn. Das war die zweitbeste Ausbeute eines Receivers nach Kalif Raymond (drei Pässe für 50 Yards). Aber die drei beliebtesten Anspielstationen bei Pässen waren gegen San Francisco ohnehin keine etatmäßigen Receiver, sondern Tight End T.J. Hockenson (acht Pässe für 97 Yards und ein Touchdown) sowie die Running Backs D‘Andre Swift (acht Pässe, 65 Yards, ein Touchdown) und Jamaal Williams (acht Pässe, 56 Yards).

Es ist also bei allen vielversprechenden Ansätzen Luft nach oben – vielleicht ja schon für das nächste Spiel bei den Green Bay Packers von Bruder Equanimeous. Das findet zur amerikanischen Primetime (am frühen Dienstagmorgen deutscher Zeit) im Lambeau Field statt.