Lokalsport: Neun Medaillen sind das Ziel des TSV

Lokalsport: Neun Medaillen sind das Ziel des TSV

Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften sind Hochspringer Mateusz Przybylko und Mittelstreckenläuferin Konstanze Klosterhalfen vom TSV Bayer favorisiert. Gina Lückenkemper fällt für das Leichtathletik-Event in Dortmund verletzt aus.

Wettbewerbe in der Halle gelten unter Leichtathleten manchmal als Nebensache. Aus Vereinssicht stimme diese Betrachtungsweise allerdings nicht, betont Harald Koken. Der Sprecher des TSV Bayer hofft am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Dortmund auf viele Titel: "Daran werden wir gemessen. Neun Medaillen sind der Maßstab." So viele holten die Athleten des TSV im vergangenen Jahr. Auf den Einsatz von Sprintstar Gina Lückenkemper muss der Verein in der Helmut-Körnig-Halle allerdings verzichten.

Die seit Jahresbeginn für Leverkusen startende Läuferin kann damit ihren Titel über 60 Meter nicht verteidigen. "Ich habe zusammen mit meinem Trainer Uli Kunst entschieden, dass ich nicht starte", sagt die 21-Jährige. Eine noch nicht überstandene Reizung im Iliosakralgelenk zwingt Lückenkemper dazu. "Trotzdem werde ich die Hallen-DM natürlich von der Tribüne aus verfolgen." Gold im Sprint ist damit für Bayer wohl genauso unerreichbar, wie der Titel in der 4x200-Meter-Staffel.

Die größten Hoffnungen liegen daher auf Hochspringer Mateusz Przybylko und Mittelstrecklerin Konstanze Klosterhalfen. Letztere hat im vorigen Jahr in Leipzig den Sieg über 1500 Meter geholt. In Dortmund geht sie am Sonntag (16.45 Uhr) über 3000 Meter an den Start und könnte sich mit einem Erfolg selbst beschenken: Die Athletin wird 21 Jahre alt.

Przybylko könnte in Dortmund zum vierten Mal in Folge die Hallen-DM gewinnen. Der Hochspringer startet ebenfalls am Sonntag (13.15 Uhr) in den Wettkampf. "Mein oberstes Ziel ist es natürlich, meinen Titel zu verteidigen", sagt Przybylko. "Das i-Tüpfelchen wäre es, wenn ich die Norm für die Hallen-WM erfüllen könnte." Um vom 1. bis 4. März in Birmingham dabei zu sein, muss der 25-Jährige 2,33 Meter überspringen. Das ist ihm in der Halle bislang noch nicht gelungen, doch er ist zuversichtlich: "Wir hatten vor zwei Wochen in Dortmund eine Generalprobe. Da bin ich die 2,28 Meter ganz locker gesprungen. Ich bin guter Dinge, dass ich am Sonntag mindestens 2,31 Meter schaffe." Zum Titelgewinn reicht das gewiss, doch die WM-Norm ist extrem hoch. "Man möchte nur die zwölf Besten der Welt dabei haben", sagt Przybylko, dessen Fokus in diesem Jahr nicht in der Halle, sondern draußen auf der Heim-EM in Berlin liegt (7. bis 12. August). "Dort möchte ich unbedingt eine Medaille gewinnen." International ist dem Hochspringer das noch nicht gelungen.

Auf zwei Titel ist der TSV Bayer also klar favorisiert. Medaillenhoffnungen hat der Klub aber in vielen Disziplinen. Weitspringer Marcel Kirstges könnte genauso wie Kugelstoßer Jan Josef Jeuschede vorne dabei sein. Das gleiche gilt für Rebekka Ackers (800 Meter), Denise Krebs (1500 Meter), Katarina Mögenburg (Hochsprung), Aleixo Platini Menga (200 Meter) und Thomas Schneider (400 Meter) sowie die Männer-Sprintstaffel. Aussichtsreich sind zudem vier Leverkusener Stabhochspringer. Tobias Scherbarth, Karsten Dilla und Bo Kanda Lita Baehre starten am Sonntag (13.45 Uhr) bei den Männern, Katharina Bauer hofft im Frauenwettbewerb morgen (15.30 Uhr) auf Edelmetall. "Ich fühle mich zurzeit in der Form meines Lebens. Für die Deutschen Hallen-Meisterschaften bin ich gut gerüstet", sagt die 27-Jährige.

(trd)