Lokalsport : Nächster Halt der Revanche-Tour: Lich

Das Team von Headchoach Achim Kuczmann hat morgen in Hessen die nächste Chance, eine unnötige Pleite aus der Anfangsphase der Saison vergessen zu machen. Zuletzt gelang das gegen die Reserve des FC Bayern.

Seit einigen Wochen sind die Bayer Giants auf einer "Wiedergutmachungs-Tour". Mit den Niederlagen gegen die Reserve des FC Bayern und die Licher BasketBären an den Spieltagen eins und drei legte das Team von Headcoach Achim Kuczmann damals einen ziemlichen Fehlstart in die Pro-B-Saison hin, an dessen Ende doch eigentlich die direkte Rückkehr in die Pro A stehen sollte.

Den unglücklichen Beginn der Spielzeit haben die Leverkusener längst korrigiert. Nach 15 Runden stehen die Giants auf Platz zwei - und gegen Liga-Primus Karlsruhe gab es zwei Siege. Am vergangenen Spieltag gelang zudem ein 75:71 bei den Bayern. Nun soll morgen (19.30 Uhr) die nächste Revanche gelingen - für die 93:99-Pleite nach Verlängerung gegen die BasketBären.

Nach dem Doppelerfolg über zwei Spitzenteams fährt Bayer als klarer Favorit nach Mittelhessen. Lich wartet seit November auf einen Sieg in der heimischen Dietrich-Bonhoeffer-Halle. Zwar gelang letzte Woche ein mühevoller Erfolg beim Schlusslicht Nördlingen, aber davor hagelte es für das Team von Rolf Scholz sechs Tiefschläge in Folge. Trotzdem befinden sich die Gastgeber immer noch in Sichtweite zu den Play-offs und sind nicht zu unterschätzen, betont Kuczmann: "Jedes Spiel ist für sich schwer. Das haben wir und das haben auch alle anderen Mannschaften in der Liga schon zu spüren bekommen."

Verzichten muss er auf Kapitän Götz Twiehoff. Der 31-jährige Center ist seit Anfang der Trainingswoche beruflich unterwegs, so dass der Coach der Giants zumindest ausreichend Zeit hatte, sich und den Rest der Mannschaft auf den Ausfall seines wichtigsten Innenspielers einzustellen. "Das ist natürlich eine Schwächung", sagt Kuczmann. "Götz hat schließlich nicht nur sportlich einen immensen Stellenwert innerhalb der Mannschaft. Aber wir haben gerade in letzter Zeit immer wieder Lücken in der Rotation gehabt und diese als Team aufgefangen. Deshalb wird uns das auch in Lich gelingen." Gegen Leipzig fehlte Kerry Carter. In München musste Olegas Legankovas passen - und nun also Twiehoff. An der Spielanlage werde sich deshalb nichts ändern. Der Kader, das betont Kuczmann immer wieder, sei breit genug.

Das kann der Gegner nicht von sich behaupten. Lich lebt in erster Linie von der individuellen Klasse seines Spielmachers Karriem Simmons und Lamar Mallory. Im Hinspiel im September machten vor allem diese beiden Akteure den Unterschied aus. Mittlerweile scheinen sich die Gegner aber darauf eingestellt zu haben, weshalb es für die BasketBären in der Tabelle zuletzt auch immer weiter abwärts ging. Auch die Giants haben herausragende Individualisten in ihren Reihen, verteilen die Verantwortung aber geschickter. Kuczmann ist daher auch für die kommende Aufgabe zuversichtlich: "Im Moment läuft es. Die Jungs sind wirklich gut drauf und spielen wie aus einem Guss - und so soll es weitergehen."

(sl)